Op. l-XlV. Don den Holunder-Sträuchern.
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den, mehr hindern als nehven, eben wie dieallzusehr zuschießende Mutter - Milch einemKinde mehr beschwerlich als ernehrlich wäre.Es würde hiedurch der Satz bestätiget, daßdie inKÄa ihre Nahrung und Fortpflantzmigbloß in Dingen juchten, die gantz oder zumTheil corrümpirt wären, u»»d anfiengen zuverderben, l). bsatz-eäorn meldet in seiner(^XuobdaroIoAiL p-89- etwas besonderes, ersagt: ES wäre ihm aus der Erfahrung be-kandt, daß, als er die Haynbutten-Fruchtezum Gährm in einem verschlossenen Gefäßeinige Wochen nach einander an einem war-men -Ofen gebracht, er auf der Fläche derKlasse solche Würmer gesehen, die er sonstauf den Schwämmen der Haynbutten ange-troffen , ingleichen gewisse Fliegen, die obenam Rande des Gefäßes herum geflogen. Erstehet in den Gedancken, wenn sie in einen1.iyuorem gebracht wären, daß ein besonderden Schlaf zuwege bringendes Mittel darauszubereitet werden tönte, so von eben derKrafftwäre, als die Schwämme selbst, als welchewider das Wachen gar sehr gerühmet wer-den, so daß sie auch einige unter das Haupt-Küssen legen, um sich den Schlaf hierdurchzu befördern. Sonst will der alte Haus-Vater Solerus die Unfruchtbarkeit der Bäu-me damit verbessern; er sagt: Man solle die
Erde von den Wurtzeln des unfruchtbarenBaumes thun, dessen grosse Wurtzeln eröff-nen, einige Haynbutten - Kerne hinein thun,Ziegen - oder Sau-Mist hinzu schütten, dieWurtzeln hierauf mit Erde befestigen, undauf diese Weift den Baum fruchtbar ma-chen.
§. 5. Die meisten Kieäici schreiben denHaynbutten eine Stein-treibende Krafft zu.0. k-ianeäorn aber macht in seiner Lvno8da-roIciAis p. 159. einen Unterscheid, ob die Ker-ne noch darinnen , oder ob sie heraus genom-men; wo sie noch drinnen stäcken, so sollen sieschärffcr treiben, wo sie aber herausgenom-men, sollen sie mehr stärcken, und die Hitzerempei iren, als den Stein forttreiben. DieWurßel soll ein bewährtes kxperimenr seyn,den Biß eines wütenden Hundes an Men-schen und Vieh zu curiren. S- 6.Vellcll. Lllil. I. Txot. cur. Lc ods. 87Z.
§. 6. Aus den Blüthen der Hage-butten kanein Wasser, ein 8xi,iru8 und eineLonlerve zu Wege gebracht lvcrden, eben wieaus den Garten-Rosen, aus den Früchtenaber ein Wasser, ein 8xiriw8, eine '1 mLlur»und ein Llixi,-) welche Stücke nebst den Ker-nen und Schwämmen in den Otiicinen pfle-gen geführt zu werden.
,ier und sechtzigstc Eapitel,
Von den Holunder--Sträuchern.
§. l-
dem gemeinen Holunder-Strauch mit schwartzen Bec-ren sind mir zweyerley Gat-tungen vorgekommen, davonich bey den andern Lowniciskeine sonderliche Nachricht an-getroffen, als den mit län-ger» und mit breitern, und den mitschmählern und kürtzern Blättern; Diemeisten haben einen starck und übelriechendenGeruch an sich, bey einigen aber spühret mankeinen sonderlichen Geruch, ob man sie auchnoch so starck reiben solte. Über den rothenTrauben-Holunder, den man hier und dain Wäldern nicht allein in Ober-Sachsen,ja dem Schwach-Walde, in dem Nürnber-
gischen, sondern auch in andern ProvkntzlcnEeutschlandes antrifft, S. Volckamerrklor. NoribLi'§en 5 . Z67. und I.- L.ev-po!6s l)e!ic. 8v1vellr. b'lor. Immens, p. ,;L.hat man auch noch den mit Missen Beeren,welcher sich gar eintzeln zeiget, und als einellarirät in die Garten gesetzt wird.
§. 2. Der 8ambuLU8 1-Iilpanica 1a-cimato solio, kommt von fremden Ortenher, und findet in Teutschlaud bloß in denLust-Gärten Platz, er wird mehrentheils derPetersilgen - Holunder genennet, weil seineBlatter auf Art der Petersilge zerschnittensind. Der Engländer Evelyn erwehnet inseiner 8ilva und Pomona x.106. einer gewissfta Art, die fast gar keinen Kern oder Marck