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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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auftreten, bewohnt, namentlich leben die grösseren Pupeen,mehrere Clausilien etc. ausschliesslich an solchen Felsen.Buliminus detritus lebt nur auf sehr trockenen Kalkbodenund ausserdem halten sich die Arten der Helix-Gruppe Xerophilaund mehrere kleine Vertigos gerne am Fusse von Kalkfelsenund auf trockenen kurzgrasigen Abhängen. Feuchte Wiesenwerden von Hyal. nitida und den Succineen bewohnt. Gär-ten und mehr trockene Haine und Feldbüsche beherbergenHel. hortensis, nemoralis, arbustorum und pomatia. DieFruticicolen leben auf dem Erdboden, am liebsten im feuchtenMulme der Wäldern und an faulendem Holze. Die Vitrinenund Daudebardien finden nur an sehr feuchten Orten, Quel-len und Quellrändern ihre Existenzbestimmungen ; nur Vitrinapellncida lebt vereinzelt auch an trockneren Orten, ja sogaran Kalkfelsen des Jura.

In dem feuchten Klima der Alpen und in den höherenGebirgen ändern sich die Sitten und Gewohnheiten derLandmollusken, da sie sich hier weniger an feuchte Ortezu halten nöthig haben, und da sie in den Ritzen und Spal-ten der Felsen leicht Orte finden, in denen sie sich schützenkönnen. Im Allgemeinen sind daher die Gebirge reichermit Mollusken bevölkert als das Flachland, zumal z. B. fürdie Alpen neben mehreren Arten der einzelnen Genera nocheine den Gebirgen ausschliesslich angehörige Gruppe vonFelsenschnecken (den CampyläeD) hinzutritt. Die Clausilienund Helices vermehren sieh nach Zahl der Species von Westennach Osten ziemlich rasch, und schon in den bayerischenAlpen macht sich diese Vermehrung geltend. Es treten inden Alpen mehr an Felsen gebundene Arten auf, (ausser denCampyläen, Claus. Bergeri, CI. corynodes) und manche in derEbene in Wäldern lebende Art, hält sich im Gebirge andas Gestein (Claus, dubia, orthostoma). Mit den aus denAlpen kommenden Flüssen werden mehrere alpine Arten indie Ebenen geführt, die sich dann an den Flussrändern an-gesiedelt haben und sich dort erhalten; so z. B. Hel.unidentata; Pomatius maeulatum an der Donau bei Kelheim ,Helix rupestris längs des Südrandes des Jura, Helix pillosaim Donauthale bis Dillingen im Isarthale bis Landshut , imRheinthale bis Mombach .

Im Allgemeinen sind kalkreiche Gegenden reicher mit