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besitzen. Dies ist namentlich für die Wasserschnecken vonWichtigkeit, dessen grosse Mehrzahl den ganzen Sommerüber einen nngemein zerbrechlichen Mnndsanm hat. DieBivalven, die sich auf dem Grande des Gewässer aufhalten,sind am besten zu jener Zeit zu sammeln, wenn die Wasseram niedrigsten stehen, was für unser Klima gewöhnlich imHerbste der Fall ist. Man kann sie jedoch während desganzen Jahres bekommen, nöthigenfalls sogar im Winter,solange die Gewässer ohne Eisdecke sind. Wassermolluskenjeder Art werden sehr häufig, oft in grosser Zahl, durchHoehwasserfluthen aufs Land geführt. Kurz nach demRücktritte derselben lässt sich daher an den überfluthetgewesenen Stellen oft reiche Beute machen.
Bei grösseren und entfernteren Excursionen ist manselbstverständlich wenig oder gar nicht in der Lage von dendargestellten Verhältnissen profitiren zu können; wer aberdie Gegend seines Wohnortes systematisch durchsuchen will,wird durch kluge Arheitseintheilnng nach Jahres-und Tages-zeiten sich viele Mühe ersparen, und rascher Erfolge er-zielen.
Aufenthaltsorte.
Im Allgemeinen ziehen alle Landmollusken feuchte Orteals Wohnplätze vor. Nur wenige Arten machen eine Aus-nahme hievon, und wenn sie dies thun, kommen sie wenig-stens nur während der kühleren und feuchteren Tageszeitenhervor. Feuchte und schattige Orte, Quellen, GrabenränderBach- und Flussufer und deren nächste Umgebungen sinddaher auch jene Punkte, an denen die meisten Arten undoft auch in grösserer Individuenzahl sich zusammenfinden.Laubwälder mit hochstämmigen Bäumen und mit nicht zusparsamer Krautpflanzenvegetation sind gewöhnlich die reich-sten Fundstätten, namentlich wenn durch Quellen die Luftund der Boden feucht erhalten wird. An solchen Ortenfinden sich vorzugsweise die Clausilien, mehrere Hyalinen,Vertigos und die Pupula-Arten. Kalkfelsen sind gleichfallstrotz ihrer grossen Trockenheit und trotz sehr beträchtlicherErhitzung durch die Sonne von verhältnissmässig vielenArten, die meistens auch in sehr grosser Individuenzahl