ins Gehäuse, bevor man selbe im heissen Wasser tödet.Ebenso werden die Pupeen behandelt: Wenn die Thiere ge-tödet sind, werden sie auf einer nicht zu heissen Herdplatteoder besser an der Sonne langsam eingetrocknet. Diekleineren Arten der Genera Cyclostoma, Pomatias, Bythinia,Bythinella, Neretina werden ebenso behandelt, nur mussman selbe zuerst solange der Luft aussetzen, bis die sieumgebende Feuchtigkeit verdunstet ist, und sich die Thierefreiwillig ins Gehäuse verschliessen. Die Thiere durch heis-ses Wasser zu töden, ist nicht nöthig, weil sich sonst häufigdie Deckel wieder öffnen. Bei den grossen Paludinen abermuss das Thier in heissem Wasser getödet, aus dem Ge-häuse entfernt und dann der Deckel an der Mündung ange-leimt werden. Die Entfernung dieser Thiere aus dem Ge-häuse ist sehr schwierig, weil gerne ein Stück desselbenabreisst und zurückbleibt. Durch starkes Schütteln desGehäuses reisst sich dasselbe oft los und fällt heraus. Bleibtaber doch ein Stück des Thieres zurück, so muss dasselbewenigstens sehr gut eingetrocknet werden, weil es ausserdemrasch in Päulniss übergeht, und gerade bei dieser Art einensehr unangenehmen Geruch verbreitet. Das Eintrocknender Thiere muss überhaupt stets mit grösster Genauigkeitausgeführt werden, weil die in Fäulniss übergehenden Thieredas Gehäuse angreifen und wenigstens dessen Farbe ver-ändern. Die Vitrinen werden am bestem in kaltem Wassererstickt. Um das zarte Gehäuse mit völlig unverletztemHautsaume zu erhalten, muss man die Thiere nach demTöden einige Tage im Wasser stehen lassen, bis sich die-selben durch Fäulniss zu zersetzen beginnen. Durch Schüt-teln des verschlossenen Gläschens, Abgiessen des Wassersmit den Thierresten, was solange wiederholt wird, bis dieGehäuse vollständig leer werden, entfernt man das Thierund erhält dann die Gehäuse rein und unverletzt. Nur wennman den Faulungsprocess zu lange fortdauern lässt, werdendie Gehäuse angegriffen und trüben sich. Die grossenBivalven werden gleich nach dem Fange ihrer Thiere ent-ledigt, was durch Durchneiden der Schliessmuskeln selbstbeim festen Verschliessen der Schalen, dadurch geschieht,dass man mit einem Messer in das Hintertheil der Schaledas fast immer etwas klafft eindringt und dann den Hüft-
Schliessen