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Theile, ziemlich lang, wenig konisch, am Ende schwachkolbenförmig; Augen sehr klein; zwischen den Fühlern be-ginnend läuft eine wulstige, wenig hervortretende Linie, diebeiderseits durch je eine seichte Einne begrenzt wird, überdie Mitte des Eückens, der ausserdem fein gekörnelt ist.Fuss abgesetzt, vorne schmal abgestutzt, hinten kurzzugespitzt; Sohle schmal, weisslich, an den Bändern mitdunklen, schwärzlichen Streifen besetzt. — Kiefer halbmond-förmig, in der Mitte ein stark vortretender zahnartigerVorsprung. Radula. Zahnreihen 68—70; Mittelzahn 3spit-zig; Mittelfelder mit je 8 zweispitzigen Zähnen besetzt.
Gehäuse niedergedrückt, kugelig, dünnschalig, glattund glänzend; vollkommen durchsichtig, so dass die Be-wegung des Herzens durch dasselbe deutlich wahrgenommenwerden kann. Gewinde wenig erhoben, aus 3 Umgängenbestehend, die etwas gewölbt sind und ziemlich rasch anBreite zunebmen, Nabelgegend etwas eingesenkt; Mündungschief, rundlich, fast so hoch als breit; Mundsaum scharf;Spindelrand in einen schmalen häutigen Saum endigend.
Höhe 3—4 mm, Breite 4—5 mm.
Grössenunterschiede: unbedeutend.
Farben abänder ungen: nur zwischen grünlicher undetwas gelblicher Färbung wechselnd.
Wohnort: An feuchten, schattigen Orten; in Ge-büschen, unter Steinen und Moos, unter todem Laube; lebtgerne in der Nähe von Gebäuden unter faulem Holze.
Verbreitung: Ganz Deutschland , Böhmen und EisassLothringen .
Bemerkung: Die vorstehende Art ist über ganzEuropa verbreitet und reicht vom äussersten Süden, biszum höchsten Norden, wo manchmal Vitr. angelicae Beck( = V. exilis Mor.) an ihre Stelle tritt. (Die letztereunterscheidet sich von V. pellucida durch die mehr nachabwärts erweiterte, viel grössere Mündung). — Vitr. pel-lucida ändert nur höchst unbedeutend ihren Formtypusab; es ist mir nicht gelungen, eine haltbare Varietät zufinden. —