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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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Fuss deutlich abgesetzt, Sohle schmal; graulich, an denRändern dunkler gesäumt; Fussende sehr zugespitzt; Augen-träger sehr lang, etwas konisch, an der Spitze schwachkolbig verdickt; Fühler sehr kurz; die von der Basis derAugenträger auslaufenden Rinnen kaum sichtbar. — Radulazwei bei Vitr. brevis. Querreihen 96.

Gehäuse: rhombisch, länglieh-ohrförmig, zart, glasshellsehr niedergedrückt; Gewinde ganz klein, fast punktförmig,nicht hervortretend, aus 2 an Breite sehr rasch zunehmen-den Umgängen bestehend, von denen der letzte 2 | 3 der Ge-häuselänge einnimmt; Naht kaum vertieft; Mündung sehrgross, länglich eiförmig; Spindelrand sehr stark bogenförmigausgeschnitten, mit ziemlich breitem Hautsaume, der etwasbreiter ist als der übrige Theil der Gehäuseunterseite.

Länge 4 Mm., Breite 2,75 Mm., Höhe 1,75 Mm.,

Wohnort: An sehr feuchten, schattigen Orten; anQuellen im Walde, Bachufern, unter Moos und todemLaube.

Verbreitung: Die zierlichste aller deutschen Vitrinenfindet sich gleichfalls nur im gebirgigen Theile Deutschlands und zwar vorzugsweise in der südwestlichen Ecke desselbenSie ist in den Alpen und der südbayerischen Hochebene amhäufigsten, wird aber noch in ganz Bayern beobachtet undfindet sich auch im Taunus, in den sächsischen und schlesi-schen Gebirgen, In Böhmen wurde sie bei Böhmisch-Leipa gefunden. In den Alpen steigt sie bis 2500 M.

Bemerkung: Die vorstehende Art unterscheidet sichsehr deutlich von V. brevis; wir haben die Unterschiedezwischen beiden bei der vorigen Species schon hervorge-hoben ; auch das Thier der V. brevis ist grösser und derber.Vitr. lusatica Jourd. kann ich nur für eine etwas grössere Formhalten.

5. Genus llyalina, Ferussac.

Hyalina, Ferussac, Prod. 1819. p. 40., emend. Gray, in Turt. Man. ed. II. 1840p. 165.

Thier: äusserlieh dem des Genus Helix gleich. Athem-öffnung auf der rechten, oberen Seite des Halses; Geschlechts-öffnung etwas weiter unten auf derselben Seite. Geschlechts-