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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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Organe ohne Pfeilsack und Schleimdrüse; Flageilum sehrkurz oder fehlend. Kiefer glatt, halbmondförmig mit kleinerscharf hervortretender Leiste am concaven Rande, oberseitsvollkommen eben; Zunge deutlich in 3 Längsfelder getheilt,Zähne des Mittelfeldes dreispitzig, der Seitenfelder hacken-oder dornförmig, ungetheilt.

Gehäuse: durchscheinend, glasshell, gelblich odergelbbraun, sehr glänzend aus 4— 7 regelmässig zunehmen-den Umgängen bestehend; Gewinde niedergedrückt flachoder kegelförmig; Mundsaum scharf, gerade, nicht erweitert.— Nabel weit, enge oder fehlend.

Wohnort: An feuchten Orten, unter todem Laube,Moos , faulendem Holze, in Wäldern, auf Wiesen, in Kellernund Felsenlöehern.

Verbreitung: Ueber das ganze Gebiet verbreitet;nur wenige Arten haben beschränktere Verbreitungsbezirke,die meisten sind sogar über ganz Europa ausgestreut.

Bemerkung. Das vorstehende Genus ist eines derschwierigsten unserer einheimischen Schnecken, weil diemeisten Arten die Eigenthümlichkeit besitzen neben ihrernormalen, gelblichen Gehäusefarbe auch in farbloser, weiss-licher und glasheller Farbe aufzutreten.

Die Thiere der kleineren Arien leben mehr von faulen-den Pflanzen, während die grösseren Arten Raubthiere sind,die selbst Individuen der eigenen Art angreifen und ver-zehren. Alle Species sind an sehr feuchte, kühle Ortegebunden, und desshalb sind sie während der Herbst- undWintermonate leichter zu sammeln, als im Sommer, wo siewegen der Trockenheit der Luft mehr verborgen leben.

Uebersieht der Gattungen. /

I. Gewinde gedrückt, Umgänge lang-sam zunehmend, Gehäusefarbe inder Regel gelblich.

1. Nabel enge.

a. Gehäuse gross. Hyal. glabra Stud. £ ■

b. Gehäuse klein. Hyal. alliaria Müll. £.