Buch 
Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
Entstehung
Seite
86
JPEG-Download
 

86

S2D

Fig. 37.

überwiegt: Naht wenig vertieft; Mün-dung rundlieh-mondförmig , durch denvorletzten Umgang ziemlich ausge-schnitten, etwas breiter als hoch;Mundsaum scharf, nicht erweitert, ander Spindel etwas zurückgebogen; Nabeloffen und tief, ziemlich enge.

Durchm. 7.5 mm, Höhe 3.5 mm.

H. alliaria M.

Wohnort; Unter Steinen undtodem Laube; in Wäldern.

Verbreitung. Nur im nördlichen Deutschland . BeiFlensburg, Kiel, auf der Insel Wollin und Bügen, in derMark Brandenburg (bei Berlin, Neustadt-Eberswalde ); imHarz (an der Porta Westfalica, bei Lemgo , Neustadt amHarz , auf der Rosstrappe).

Bemerkung; Der Verbreitungsbezirk der Art istein verhältnissmässig engbegrenzter. Sie findet sich amhäufigsten in England, dann in Dänemark, Schweden undNorwegen. Ihre angeblichen Fundorte bei Lyon und an derGrenze von Savoyen erscheinen mir äusserst zweifelhaft. —Die Thiere dieser Art riechen stark nach Knoblauch, welcherGeruch sich schon aut einige Fuss Entfernung bemerkbarmachen soll. Hyal. alliaria unterscheidet sich ausser durchihre geringere Grösse und den engeren Nabel, noch durchfolgende Merkmale von Hyal. cellaria. Sie hat oberseitseine dunklere Farbe und ist unterseits nicht so weisslich;ferner ist ihr Gewinde etwas mehr erhoben; ihre Umgängenehmen gleichmässiger zu und der letzte derselben ist imVerhältnisse weniger breit gegenüber den Uebrigen, als esbei Hyal. cellaria der Fall ist. — Nach der Zungenbewaff-nung gehört Hyal. alliaria in diese Section obwohl sie dergeringen Gehäusegrösse nach mehr zur folgenden passenwürde. Die Arten ihrer Gruppe stimmen in dieser Hinsichtsehr überein und weisen nur geringe Differenzen in Bezugauf Zahl und Gestalt der Zähne der Mittelfelder auf, nurHyal. glabra ist durch die grössere Anzahl der Seitenzähnevor allen anderen Arten ausgezeichnet.