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die Samentasche ist stets von zungenförmiger (nicht rund-licher) Gestalt. — Unter dem Schilde kleine Kalkkörner.
Länge 50 mm, Breite 5 mm.
Farbenabänderungen: bald heller, bald dunkler,Seitenstreifeil dunkelgrau — braun oder schwarz.
Wohnort: in Wäldern und Gärten; lebt verborgenerals Ar. hortensis, und findet sich meist unter Laub oder inder Erde; kommt namentlich im Frühjahre oder Herbstezum Vorschein. — Nahrung: Pilse oder modernde Pflanzen-reste. —
Verbreitung: Findet sich wohl im ganzen Gebiete,wurde aber bisher meistens übersehen und ist deshalb bisjetzt nur von wenigen Orten bekannt: Gohlis bei Leipzig ,Ochsenfurt in Baiern , Halle a. Sie.
Bemerkung. Die gut eharakterisirte Art ist durchdas nach unten scharf abgegrenzte Seitenband leicht vonAr. hortensis zu unterscheiden, welche von der Seite betrach-tet stets die graue Farbe mehr bis zum Sohlenrande herab-steigen, ja sogar zuweilen auf den Sohlenrand und die Sohleselbst übergehen lässt. Die Kiellinie fehlt bei Ar. hortensisvollständig und junge Thiere haben höchstens in ein Drittelder Bückenlinie die Kielanlage.
Ar. Bourguignati wurde bisher von deutschen Malako-logen vollständig übersehen, oder höchstens als Varietät zuAr. hortensis gezogen. Da die Art aber aus Frankreich nacbgewiesen ist, und da ich sie auch aus Norwegen besitze,kann wohl mit voller Sicherheit auf ihre Verbreitung überganz Mitteleuropa geschlossen werden.
5. Arion hortensis F&russac.
Avion hortensis, Fer. hist. moll. 1879. p. 65. t. 2 fig. 4—6. — C. Pfeiffer, Natur-gesch. III. p. 11. — Lehmann, Mal. Bl. IX. 1862. p. 167. t. 3. fig. 3. —und Schnecken Stettin ’ß p. 21 t. 2. fig. 4 (non 4 a.) u. t. 7 fig. 4. —Goldfuss Rheinpr. u. Westph. p. 59. t. 3. fig. 6. — Kobelt Nassau p. 70— Leydig Hautdecke p. 64.
Anatomie: Lehmann. 1. c.; Goldfuss 1. c. t. 5. fig. 6.) Kiefer undBadula).
Thier: Körper cylindrisch, schlank, vorne an Breiteetwas abnehmend, hinten schnell zugespitzt; Augenträgernach der Spitze etwas verschmälert; Fühler kurz cylindrisch ;