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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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nicht unähnlich, ist aber viel heller und entbehrt jeder Kiel-anlage. Von jungen Arion empiricorum, die ihm der Farbenach nahekommen, unterscheidet ihn die viel plumpere Ge-stalt. Ich habe das Thier lebend noch nicht gesehenund folge bezüglich dessen Beschreibung der MittheiluugenDr. Simroths. Die Art findet ihre nächsten Verwandtenin den piemontesischen Hochalpen. (Gen. Ariunculus Lessona ).Meine Sammlung besitzt auch einen kleinen Arion vomPilatus in der Schweiz , der wahrscheinlich mit Ar. flavusidentisch ist. Lessona (Sugli Arion del Piemonte 1881.)hat jene kleineren Arten, welche die Geschlechtsöffnung mehrnach vorne gegen die Fühler zu gerückt haben, wozu auchunser Arion flavus gehört, als Gen. Ariunculus ausgeschie-den. Da aber ausser der etwas veränderten Lage der ge-nannten Oeffnung sich keine erheblicheren anatomischenUnterschiede ergeben, will Dr. Simroth das genannte Genusnicht anerkennen.

Familie Patulidae.

Thiere: Kiefer aus Platten zusammengesetzt; Ge-sehlechtsapparat einfach, ohne Pfeilsack und Anhangdrüsen,Penis ohne Flagellum. Zunge (wie bei Gen. Helix) nichtin Längsfelder getheilt. Gehäuse genabelt; gedrückt lin-senförmig, oder kegelförmig.

Genus Patula Held.

Patula Held, Isis 1837. (Neue G-enera p. 911919).

Euryoniphala pars Beck, Index p. 8.

Thier: lang und schlank. Aeusserlich wie jenes derGattung Helix ; Kiefer aus feinen Querplättchen zusammen-gesetzt, auf der Oberfläche fein gerippt. Zunge nicht inbestimmt abgegrenzte Felder getheilt. Zähne mit quadra-tischer Basis , dreispitzig. Geschlechtsapparat ohne Pfeil-sack , Anhangdrüsen, Flagellum und dem Divertieulum desBlasenstieles.

Gehäuse: genabelt, meist sehr niedergedrückt, seltenerkreiselförmig; Umgänge sehr langsam zunehmend, rundlich,selten gekielt; von bräunlicher Hornfarbe. Mundsaum scharf,nicht erweitert.