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Mundsaum scharf, gerade, mit starker weisser Lippe belegt;Nabel eng und tief; erst durch den letzte Umgang beträcht-lich erweitert.
Durchm. 10 mm, Höhe 4,5 mm.
Grössen unter schiede: Die Art ändert in dieserBeziehung in England, wo sie sehr häufig sich findet, nichtunbedeutend ab.
Farbenabänderungen. Die Bänderung ist sehrwechselnd, sowohl bezüglich der Zahl als der Breite derBänder, die mitunter sogar völlig ausbleiben.
Wohnort: Haiden, unter Steinen und Grasbüscheln.
Verbreitung: Nur bei Weimar ; und bei Sonderburg auf der Insel Alsen .
Bemerkung: Die in England sehr häufig vorkom-mende Art findet sich merkwürdiger Weise völlig isolirt inder Mitte Deutschlands. — Ich betrachte sie als eine derSeeküste folgende Schnecke; sollte sie in Mitteldeutschland aus der Zeit der Ueberfluthung des Landes durch das Meersich erhalten haben, aus welcher Zeit auch der MansfelderSee seinen Salzgehalt behalten hat? —■ Die Synonymie derArt ist sehr verworren, zumal die französischen Autorenin neuester Zeit eine Menge neuer Arten beschrieben haben,die wir kaum als Varietäten v. X. caperata nehmen wür-den (X. heripensis, X. solaciaca, X. lorioglossicola, X.Lieuranensis Brgt., etc.). — Mons. Locard, Cat. gener. desmoll. viv. de France 1882 nimmt H. caperata Mont. — in-tersecta Poiret (Prodr. loq. fluv. ter. de l’Aisne ), was zwarrichtig sein mag; aber er trennt die obengenannten Artenunter der Gruppe MMM der H. heripensis ab und stellt siein die Gruppe der H. eandidula Stud. (= unifasciata Poiret)der erst als Gruppe PPP jene der H. intersecta folgt. Ichhin daher im Zweifel ob Hel. intersecta Poiret-Locard mitder englischen H. caperata und H. fasciolata Colb. et auct.Belg, identisch ist, da zur Zeit H. intersecta aus Frankreich in meiner Sammlung fehlt. — Hel. caperata ist durch diemehr gedrückte Gestalt und durch die durch den letztenUmgang bewirkte Erweiterung des Nabels, sowie durch dieenge stehende feine Streifung von H. eandidula leicht zuunterscheiden. Diese Streifung unterscheidet sie neben derweit weniger gewölbten Umgänge und der viel seichteren Naht,