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Grössen unterschiede. Hel. pomatia ist in ihrerGrösse ziemlich wechselnd; ich habe Gehäuse mit nur 28 mm.Durchmesser und solche mit 40 mm. — Gewisse Bodenver-hältnisse oder das Klima scheint nicht zur Grösse in Be-ziehung zu stehen. Die grössten Exemplare finden sicheben so gut innerhalb der Alpen (Wimbachklamm beiBerchtesgaden ), als in der Ebene. ,
Formvarietäten Auch in dieser Hinsicht ist dieSchnecke ziemlich beständig. Es lassen sich nach entgegen-gesetzter Richtung allerdings 2 Formen unterscheiden; eineetwas höher gewundene mit völlig geschlossenem Nabel(Gesneri, Hartmann, Gasterop. p. 105) und eine flacher ge-wundene mit nur theilweise bedecktem oder ganz geöffnetenNabel (rustica Hartmann, Gasterop. p. 105). Diese extremenFormen stehen aber durch Zwischenformen derart in Ver-bindung, dass es nicht gerechtfertigt erscheint, selbe alsVarietäten auszuscheiden. Die Varietäten sphaeralis undinflata Hartmann stellen solche noch weniger abgegrenzteZwischenformen dar.
Wohnort. An Rainen, an Hecken, Mauern, in Gär- tten, Feldbüschen, in lichten Wäldern.
Verbreitung. Ueber das ganze Gebiet verbreitet;in den Alpen bis 1800 Mtr. abs. Höhe. Auf kalkreicherBodenunterlage häufiger als auf kalkarmer.
Bemerkung. H. pomatia ist über Norditalien ,Frankreich , Deutschland , Südengland , den südlichen Theilvon Schweden und Norwegen , Dänemark , Belgien , Holland ,bis Illyrien , Ungarn und Dalmatien verbreitet, ja sie er-streckt sich nach Osten sogar bis an den Kaukasus . NachSüden und Osten greift ihr Verbreitungsbezirk in jene ver-wandter Arten ein. — Die vorstehende Art ist der Typuseiner ziemlichen Anzahl von Arten, die oft nur wenig vonihr abweichen, aber doch als sogenannte gute Arten zu be- >trachten sind. — Wegen der Grösse und verhältnissmässigenDerbheit der Art im jugendlichen Alter ist Hel. pomatiaganz vorzugsweise zu den sonderbarsten Missbildungen ge-neigt. So rein Füllhorn- und stöpselzieherartige Gehäuse,wie sie von Hel. pomatia gefunden werden, hat noch keineandere unserer einheimischen Arten geliefert. Auch verkehrtgewundene Exemplare werden von ihr am häufigsten beo-