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Pupa muscorum Kobelt, Nassau p. 142 t. 2 fig. 16. — Slavik, Böhmen p. 109 t. 5fig. 15. 16.
— marainata, Drap. tabl. p. 58 Nr. 6. — Hist, tnoll. p. 61 t. 3 fig. 36—38.
— — C. Pfeiffer, Naturg. I. p. 59 t. 3 fig. 23—24.
Anatomie: Lehmann, Stettin p. 144 t. 14 fig. 50.
Thier: klein, schlank, schwärzlichgrau oder graugelb;Kopf und Bücken dunkler, Seiten und Sohle weissgrau;Haut fein gekörnelt; Augenträger schlank, Fühler sehr klein;Mantel grau.
Gehäuse: klein nabelritzig, rechts gewunden, eiförmig-cylindriscb, mit stumpfem Wirbel, wenig gestreift, glänzend,braun hornfarbig; Umgänge 6—7, ge-wölbt, langsam zunehmend , der letzteetwa '| 3 der ganzen Gehäuselänge ein-nehmend, gegenüber dem vorletztenwenig vertieft; Mündung halbrundmit einem zahnartigen Höekerchen aufder Mündungswand; Mundsaum etwaserweitert, kurz vor der Mündung ein-geschnürt, wodurch die Erweiterungwulstartig hervortritt; Wulst mit einerfeinen Lippe belegt, die nach aussen weiss durchscheint.
Länge 3 mm, Durehm. 1,7 mm.
Formvarietäten. Die vorstehende Art ist sowohlbezüglich ihrer Grösse, als namentlich bezüglich ihrer Be-zahnung sehr veränderlich. Ein kleines Zähnchen, welchesetwa auf der Mitte der Mündungswand steht, darf als Nor-maltypus der Art angesehen werden (Pupa unidentata 0.Pfeiffer I. p. 58). Aber dieses Zähnchen fehlt häufig(P. muscorum C. Pfeiffer 1. p. 57. v. edentula Slavik p. 110).— Manchmal ist sogar die Gaumenwand mit einem schwa-chen zahnartigen Höekerchen besetzt, welche Form C. Pfeif-fer (Naturg. p. 59) Pupa bidentata, Rossm. (Icon. fig. 645)bigranata genannt hat, letztere wird noch jetzt manchmalals selbständige Art betrachtet. — Lehmann, bat dieseForm in einem Exemplare unter 433 einzähnigen beobach-tet und ich selbst habe unter einer fast eben so grossenZahl auch nur 1 zweizähniges Exemplar gefunden. Esist somit diese Erscheinung mehr als Abnormität, denn alsVarietät zu betrachten, gleichwohl darf sie aber nicht mitP. Sterri v. Voith verwechselt werden.
Fig. 140.
P. muscorum.