Buch 
Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
Entstehung
Seite
313
JPEG-Download
 

313

südlichste Fundort Deutschlands ist his jetzt Hals bei Pas-sau). In Schlesien und der norddeutschen Ebene findet siesich am häufigsten; ausserdem wurde sie in Sachsen (Tha-rand, Plauen’scher Grund); bei Weimar, Lengefeld , Herlitz-heim an der Salza, und in Schlesien (Kapsdorf bei Breslau,Landskrone etc.) beobachtet. Auch im Maingebiete (Erlachbei Ochsenfurt u. Bamberg ) kommt sie vor.

Bemerkung. Der Verbreitungsbezirk der CI. pumilaerstreckt sich nach Osten bis Siebenbürgen , nach Süden bisCroatien, nach Norden bis Livland und Schweden ; inDeutschland findet sie ihre W r estgrenze. In England fehltsie. —

CI. pumila unterscheidet sich von ihren Verwandtendurch die starke und verhältnissmässig weitläufige Streifung,durch den grossen lappigen Ansatz der oberen Ecke desClausilium, in welcher Hinsicht sie nur CI. dubia, Var.speciosa, erreicht. Ausserdem ist CI. pumila in allen Va-rietäten durch die sehr schlank ausgezogene cylindrischeGehäusespitze ausgezeichnet, nach welchem Merkmale siegut von allen anderen verwandten Species unterschiedenwerden kann. Die Gaumeneharaktere sind bei ihr gegen-über CI. cruciata und CI. dubia sehr schwach entwickelt(A. Schmidt 1. c. Abbildungen sind in dieser Hinsicht nichtganz genau). — Die Trennung der Oberlamelle von der Spirhl-lamelle, auf welche sich die Var. sejuncta gründet, findetsich bei Exemplaren nördlicher Fundorte. Dennoch ist diesesMerkmal ein sehr unsicheres, da sich z. B. unter den ausBayern stammenden Exemplaren immer solche mit verbun-denen und solche mit getrennten Lamellen finden; ja selbstunter östreiehischen Exemplaren kommen solche mit getrenn-ten beiden Lamellen, wenn sie hier auch seltener, vor. —Ich kann desshalb CI. sejuncta nicht als Species annehmen,ja ich habe mich nur durch den Umstand dazu bestimmenlassen, sie als Varietät zu betrachten, weil in Mittel- undNorddeutschland fast ausschliesslich CI. pumila mit getrenn-ten Lamellen auftritt. Die kirschbraune Färbung der Schale,die bei östreiehischen Exemplaren die Regel ist, findet sichbei Exemplaren Deutschlands nur bei jüngeren Gehäusen,während ältere meistens mehr oder weniger verwittert sindoder sich dunkler färben. Ebenso ist auch die Form der