317
Moose, oder in Spalten der Felsen; bei feuchtem Wetter anden Felsen anfsteigend.
Verbreitung. In den Kalkgebirgen, namentlich aufJura und Muschelkalk; in den Kalkalpen , im bayerischenund würtembergischen Jura, in Westphalen und der Rhein-provinz, im Harz und Taunus, in den schlesischen Gebirgenund bei Brandeis in Böhmen .
Bemerkung. Der Verbreitungsbezirk von Cl. par-vula liegt mehr im Westen als im Osten Europas und um-fasst ausser Deutschland Frankreich, Belgien, die Schweiz und Nordtirol. In Südtirol ist sie sehr selten und auch inKärnthen und Krain gehört sie zu den Seltenheiten, wäh-rend sie durch Oesterreich und Steiermark allmälig abzu-nehmen scheint. — Cl. parvula ist durch ihre Kleinheit,durch die eigenthümliche Form des Clausiliums so scharfcharakterisirt, dass sie nicht wohl mit anderen Species ihrerGruppe verwechselt werden kann. An die Grenzen ihresVerbreitungsbezirkes in Südfrankreich wird es oft schwierigsie von Cl. rugosa zu unterscheiden. In Deutschland hältsie jedoch stets ihre Eigenart fest.
3. Gruppe: P^rostoma v. Vest.'
Fyvostoma, v. Vest., Verhancll. u. Mittli. des Siedenburg . Yer. f. iS'atimv. 1867.
Clausilium sehr breit, unten abgerundet, dessen Aussen-rand unten nicht in einer Ecke vorspringend, sondern starkbogig gekrümmt und seiner ganzen Länge nach aufgewor-fen ; dasselbe ist sehr schief gegen die Spindel geneigt undstützt sieh mit dem Innenrande auf die Spindelfalte, mitder Spitze an deren eckigen Vorsprung; Slondfalte etwasschief und gekrümmt, der Spindelfalte entgegengehend;Spirallamelle mit der Oberlamelle vereint, Unterlamellestark bogig gekrümmt, ohne Knötchen am Ende und ziem-lich hoch oben; Mündung gerundet bimförmig; Mundsaumlosgelöst; Gehäuse fein gestreift.
Der Verbreitungsbezirk der Gruppe ist sehr ausgedehnt;viele Arten sind nicht nur über ganz Deutschland , sondernsogar fast über ganz Europa verbreitet.