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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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eiförmig; Mundsaum scharf, nicht erweitert; Spindelfaltedeutlich, aber ohne beim Vortritt an die Mündung einenscharf ausgesprochenen Winkel zu bilden. Spindelumschlagziemlich breit, einen rinnenförmigen Nabelritz bildend.

Länge 17 mm, Breite 10 mm.

Länge der Mündung 10,5 mm, Breite 5,5 mm.

Wohnort. In stehenden und langsam fliessendenWassern aller Art, nicht selten sogar in zeitweise austrock-nenden Gräben. Sehr häufig in Torfmooren.

Verbreitung. Ueber das ganze Gebiet verbreitet,aber doch im Süden häufiger als im Norden. In den Alpenbis etwa 900 m Höhe.

Grössenunterschiede. Sehr bedeutend, zwischen8 und 21 mm Länge wechselnd.

Farbenabänderungen. Im Ganzen nicht bedeu-tend; in Wassern mit kalkschlammigem Boden werden dieGehäuse meist heller hornbraun ; dunklere Färbungen wer-den durch Schlammüberzüge verursacht, nach deren Ent-fernung sich gewöhnlich die normale Farbe zeigt. Mitschwarzen Schlamme beschlagene Gehäuse haben öfter eineleicht röthlich gefärbte Spindel und ein perlmutterglänzen-des Inneres. Gehäuse von Thieren, die in kleinen, hie undda austrocknenden Gräben wohnen, haben eine sehr dünne,durchsichtige Schale.

Formvarietäten. Sehr zahlreich, wenn auch nurauf das mehr oder weniger verlängerte Gewinde undauf geringe Abweichungen bezüglich der Form der Umgängesich erstreckend. Es wird deshalb wie bei allem Lymnaeenschwer, einzelne Formen als Varietäten herauszuheben, weilsie sich meist nur wenig von andern Formen entfernen undmit diesen durch Uebergänge in Verbindung erhalten.L. pereger hat starke Neigung, am Ende ihres jährlichenZuwachses eine weisse Schmelzwulst abzusetzen. DieseEigenschaft findet sieh bei verschiedenen und selbst sehrkleinen Formen und berechtigt daher nicht zur Aufstellungvon Varietäten wie L. marginata, Michaud und bilabiata,Moq. Tand. Ebensowenig gibt das Angefressensein derGehäuse ein Recht hiezu und noch weniger das Beschla-Ciessin, Fauna. 25