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Verbreitung. Das Genus findet sich nur in Europa in wenigen Species. Zwei wahrscheinlich über den grösstenTheil Europas verbreitete Arten finden sich in Deutschland .— Die von den übrigen Geschlechtern recht auffallende Ge-häuseform der Acmeen in Verbindung mit der geändertenLage der Augen würden es rechtfertigen, das vorstehendeGenus aus der Familie der Cyclostomacen aus- und zueiner selbstständigen Familie zu erheben, da wahrscheinlichsich noch weitere anatomische Differenzen ergeben werden,wenn die Thiere genauer untersucht werden.
Uebersicht der Arten.
1. Gehäuse glatt. Acme polita, Hartm.
2. Gehäuse mit parallelen, feinen
Längsleisten besetzt. Acme lineata, Hartm.
1 Acme polita , Hartmann.
Pupula acicularis polita, Hartm., Erd- und Süssw.-Gasterop. d. Schweiz I. 1840.p. 5 t. 2.
Acicula polita, L. Pfeiffer, in Wiegmann’s Arch. 1841 p. 226. — Chemnitz , ed. 2.p. 212 t. 30 fig. 26—28.
— fusca, Stein, Berlin p. 83 t. 2 fig. 26.
Carychium lineatum, C. Pfeiffer, Naturg. III. p. 43 t. 7 fig. 26—27. — Bossm., Icon,fig. 408.
Acme fusca, Kobelt, Nassau p. 201 t. 5 fig. 14.
Anatomie: Schako Jahrb. Mal. Ges. II. p. 149 t. fig. V. (Radula u.Kiefer).
Thier: sehr zart, weisslich, durchsichtig.
Gehäuse: klein, walzenförmig,sehr glänzend, von gelbbrauner Farbe,aus 5-6 langsam zunehmenden Um-gängen bestehend , die eine ziemlichstumpfe Spitze bilden, wenig gewölbtsind und durch eine tiefe Naht ge-trennt werden; Naht durch einenrothen Faden bezeichnet; Mündungbreit-eiförmig, nach oben etwas eckig;
Mundsaum aussen durch eine dun-kelrothe wulstige Lippe verstärkt;
Deckel hornig, sehr zart, wenig ge-wunden , tief ins Gehäuse zurück-ziehbar.
Clessin, Fauna.
Fig. 309.
Ac. polita.
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