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drückten Spindelrand eine völlig verschlossene Nabelritze.—Deckel: hornig, dünn, bimförmig, mit deutlichen aber un-regelmässigen Wachsthumsringen, Umgänge 2—3; derMittelpunkt eingesenkt, nahe der linken Seite der Mündunggelegen.
Höhe 7 mm, Durchm. 3—4 mm, Höhe der Mündung2,5—3 mm.
Gehäusevarietäten: keine beobachtet; die Umgängesind zuweilen nur etwas mehr gewölbt.
Wohnort. Im Uferscblamme brackischer Wasser, ge-wöhnlich zwischen dem Grase auf Schlick an der Hochwas-sergrenze normaler Fluthen (Borcherding).
Verbreitung. An der Aussenberme des Teiches amDollart hinter der Lootsenstation bei Emden ; an der Aus-senberme bei Larrelt am Dollart , bei Dangast am Jahde-busen; am Fusse des Aussenteiches bei Seefeld am Jahdebu-sen; in den Watten bei Weddewarden unterhalb Bremerhafen .
Bemerkung. Die bisher nur aus England bekannteArt wurde zuerst von Herrn Borcherding in Vegesack beiEmden und Larrelt aufgefunden. — Trotz der Uebereinstim-mung ihrer Radula mit jener der Rissoiden, kann sie den-noch nicht bei dieser Familie untergebracht werden, weilsie durch Lungen athmet und weil die Lage der Augen einesehr verschiedene ist.
B. Thiere im Wasser lebend, zur Wasserathmungmit Kiemen versehen. S f rc
XXI. Familie Valvatidae.
Thier: Kiemen federartig, in einem Kiemensacke frei-liegend und manchmal aus demselben hervortretend ; Zwitter.Zunge bandförmig.
Gehäuse: kreiselförmig, Umgänge rundlich, langsamzunehmend; mit wenig erweiterter Mündung — Deckelhornig, rund, eng spiral gewunden mit concentrisehem Kerne.
Verbreitung. Die Valvatiden sind nur über dienördliche Halbkugel verbreitet.
(ienus Valvata, Müller.
Valvata, Müller, Yerm. hißt. 1774 II. p. 198.
Thier: klein, mit rüsselförmiger Schnauze, langen,