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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
Entstehung
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467
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Seite leicht concav; Kera exeentriseh, der linken Seite mehrgenähert, schüsselförmig eingesenkt.

Höhe 30 mm, Durchm. 22 mm.

Grössen unterschiede. Sehr bedeutend; die Höheder Gehäuse wechselt zwischen 22 40 mm, der Durchmes-ser zwischen 1030 mm.

Farbenabänderungen. Nach Farbe und chemi-scher Beschaffenheit des Wasser ist die Grundfarbe der Ge-häuse ziemlich wechselnd und steigert sich oft bis zu dun-kelbraun; die Bänder, 3 an der Zahl, bleiben manchmalganz aus und wechseln an Breite und Schärfe der Aus-prägung. Da die Thiere im Schlamme sich aufhalten, sinddie Gehäuse meistens sehr stark mit Schmutz überzogen.

Formvarietäten. Die Art ist sehr beständig.Junge Gehäuse sind an der Oberseite der Umgänge gekieltund auf dem Kiele stehen lange, borstige Haare. DieseHaare werden sehr bald abgestreift, nachdem das jungeThier vom Mutterthiere ausgestossen ist, und verlieren sichmit dem Kiele so vollständig, dass an den Anfangsgewindenausgewachsener Thiere nichts mehr zurückbleibt, was anselbe errinnert. Nur manchmal trifft man noch Thiere vonziemlicher Grösee, welche den behaarten Kiel noch besitzen.In kalkarmen Wassern fressen sich die Thiere gegenseitig,die ältesten Umgänge ab, um sich den ihnen zum Hausbaunöthigen Kalk zu verschaffen. Die Wirbel solcher Gehäusesind dann mehr oder weniger abgefressen, während sie sonstin einer sehr scharfen Spitze endigen.

Wohnort. In schlammigen, sumpfigen, stehendenWassern.

Verbreitung. Fast über das ganze Gebiet verbreitetund nur im südlichen Baden und Würtemberg (Bodensee-gegend und in der Schweiz ) fehlend. In Würtemberg wurdesie erst in neuester Zeit bei Laupheim , südlich der Donau aufgefunden, während sie in Bayern sehr häufig ist, und sichin allen Voralpenseeen bis zum Tegernsee findet. Im Boden­ see und in den Schweizerseeen fehlt sie, ebenso in der Rhön und Eifel ; im Mainthal erst ab Hanau (Leydigj; inMittelfranken vereinzelt (Rothenburg a. Tbr). In Mittel­ deutschland , Böhmen und in der norddeutschen Ebene hatsie zahlreiche Fundorte.

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