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Deutsche Excursions-Mollusken-Fauna / von S. Clessin
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Länge 60 mm, Breite 30 mm, Dicke 20 mm.

Wohnort: Gewöhnlich in fliessendem, selten in stehen-dem Wasser.

Verbreitung: Im ganzen Gebiete.

Grössenunterschiede: Ziemlich beträchtlich; dieLänge wechselt zwischen 50—80 mm; Muscheln, die im 1ruhigen, stehenden oder sehr wenig bewegtem Wasser leben,werden in der Regel grösser, als solche aus fliessendemWasser.

Farbenabänderungen: Die eigentliche Grundfarbedifferirt wenig zwischen olivengelb bis olivengrün und zwarwechseln beide Farben häufig bänderweise mit einander anderselben Muschel. Die Farbe der Epidermis ist ausserdemvon der Farbe des Wassers und des Bodens, in dem sieleben, abhängig und wird oft sehr dunkel, ja selbstschwarzbraun (in den schwarzen Wassern der Urgebirgsfor-mationen), gewöhnlich ist jedoch die dunkle Farbe nur indem Schlammüberzuge der Muschel zu suchen. U. batavushat im Allgemeinen eine dunklere Epidermis als U. pictorum.

Formvarietäten. Die vorstehende Muschel ist dieveränderlichste der deutschen Unionen, die ziemlich abwei-chende Formen annimmt, von denen eine nicht unbedeutendeAnzahl als selbstständige Arten beschrieben wurden. DieseFormen stehen in Beziehung zur Fundortsbeschaffenheit, und ;j .dieser ist auch die mehr oder weniger bedeutende Dick- j; .ischaligkeit und die Wirbelcorrosion zuzuschreiben. DieDickschaligkeit kann sich derart ausdehnen, dass die Mu- 'schelschalen am Vordertheile eine Dicke bis zu 5 mm an-nehmen (U. silen Held aus der Naab). — Die Abnagung j jder Wirbel erstreckt sieb bei Muscheln kalkarmer Wasser j .lfast über das ganze Vordertheil. Die älteren Schichten der \ I

Muschel sind dann in der Gegend um den Wirbel völlig ; |

zerfressen, selbst die Schlossleiste ist bis auf einen schmalen ,Rest verzehrt, ja die Muskelnarben bilden sogar Erhöhungenim Schaletiinnern, anstatt Vertiefungen, weil die Kalkabla- i

gerungen der Muskeln an der Aussenseite der Schale immer ••

wieder weggefressen werden und sich erneuern müssen. —

Auch die Form der Cardinalzähne ist nach der Schalendickeveränderlich; während sie nämlich bei jungen Exemplarenund bei dünnschaligen Varietäten mehr lamellenartig, scharf