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Die französische Regierung sagt: Lieber keinen Canal, als einen solche»mit einem Monopol, ohne die freie Concurrenz der kleinen Schiffer. Di&preussische Regierung sagt in ihren Denkschriften dasselbe; von einemausschliesslichen Betriebsrechte könne keine Rede sein.
Würde man bei uns, wenn die projectirten Canäle gebaut wären,,das Betriebsmonopol der bestehenden Donau-Dampfschifff'ahrs-Gfesellschaftoder einer ad hoc zu schaffenden Körperschaft übertragen? lieber dieDonau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft — über die ich persönlich keinUrtheil habe — habe ich bis jetzt vornehmlich nur „Klagen“ vernommen,und eine neue Gesellschaft würde schwerlich besser sein.
Das neue Bild, das uns vorgehalten wird, Dampfbetrieb u. s. w.,ist nur ein frommer Wunsch. Wenn Oesterreich 100 oder 120 Millionenbesitzt, um ein solches Experiment zu machen — ich kann davon nichtabhalten, aber beklagen werde ich es.
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Herr Dr. Victor Russ, Präsident des Donau-Vereines, danktzunächstNamens dieses Vereines dem österr. Ingenieur- und Architekten-Vereinfür die an denselben ergangene Einladung zu dieser Discussion, sowieauch Herrn Sections-Chef v. Nördling dafür, dass er eine Frage inFluss gebracht hat, für welche sich noch nicht allzu weite Kreise inOesterreich zu interessiren gewohnt waren.
Es wird mir nun, fährt Redner fort, freilich weder als Gast nochals Nichtfachmann zustehen, in eine ausführliche und mit Ziffernmaterialeversehene Widerlegung, Ergänzung oder Richtigstellung desjenigen ein-gehen zu wollen, was in seiner anerkannt blendenden Weise der HerrVortragende uns vor acht Tagen mittheilte. Ich kann nur einige Streif-lichter auf die Mittheilungen selbst und auf die Methode der Argumen-tation werfen und erbitte mir hierzu die Nachsicht aller Fachmännermit Rücksicht darauf, dass ich mehr unter dem Gesichtswinkel desPolitikers und Volkswirthschafters diese Angelegenheit betrachte.
Der Eindruck, den ich von dem Vortrage gewonnen habe, warwesentlich der einer Glorification des Eisenbahnwesens. Auchnicht gegen eine bestimmte Wasserstrasse waren die Ausführungen desVortrages gerichtet und doch war es mir, als ob ich wiederholt zwischenden Worten den Donau-Oder- und Donau-Elbe-Canal hören würde.
Es wurde endlich auch eine Restriction der Frage der Wasser-strassen vorgenommen, welche ich nicht gerne gelten lassen möchte.Es wurde wesentlich nur von Canälen gesprochen, während sowohl derVerein, dem ich vorzustehen die Ehre habe, als auch der Elbe-Vereinin Aussig und ähnliche Vereine die Förderung der Wasserstrassen imAllgemeinen im Auge haben und Canäle selbstverständlich nur dort