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Section Allendorf - Treis / geologische Aufnahme von Professor Dr. E. Dieffenbach und Rudolph Ludwig
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wenn es gelange, Versteinerungen darin zu entdecken. Bis dahin sehe ichsie als eine dem Rothliegenden untergeordnete Mergeleinlagerung an.

Rolhliegendes mit untergeordnetem Mergel.

Conglomerate aus Geschieben der nächstgelegenen älteren Gesteine, alsflötzleeren und oberdevonischen Sandsteinen, Kieselschiefer, Thonschiefer,vermischt mit Quarz- und Eisenkieselgeröllen, sind in einen rothen Schiefer-thoncement eingeknetet. Schieferthon von leberbrauner Farbe mit Glimmer-blättchen bildet mit jenen Conglomeraten abwechselnde Lager, nimmt abervorzugsweise die höheren Lagertheile des Gebildes ein, namentlich an solchenStellen, wo dieses vom Buntsandsteine überdeckt wird. Die Schichten derFormation streichen bei Bellnhausen in 4 Uhr, fallen nördlich 20 Grad;auf dem rechten Lahnufer von Frohnhausen bis Gisselberg befolgensie dasselbe Streichen, aber ein entgegengesetztes Einfallen in flachenWinkeln zwischen 10 und 15 Grad.

Das Rothliegende ist längs der Westgrenze der Section von Frohn-hausen bis Nieder-Walgern dem flötzleeren Sandstein aufgelagert undbildet daselbst einen niedrigen Hügelzug, welcher gegen das Lahnthalsich verflacht, während die es unterteufende flützleere Steinkohlenformationsteilere Böschungswinkel der Höhen bedingt.

Von Nieder-Walgern nördlich steigt es nur eben noch in einemschmalen Bande aus dem Lahnthal hervor und enthält bei Nie der-Wei-mar da, wo es sich an den flötzleeren Sandstein anlehnt, eine */ 2 bis1 Mtr. starke Mergelschicht eingelagert. Bei Gisselberg liegt eaauf den Schichtenköpfen des Flötzleeren bis jenseits Cyriaksweimarund verbirgt sich unter dem von Ockers hausen hereintretenden Bunt-sandstein.

Auf dem linken Lahnufer bedecken die Conglomerate des Rothliegen-den ebenfalls den flötzleeren Sandstein nächst Staufenberg u. Sicherts­ hausen , sie senken sich dann in die Thalebene und verschwinden beiWolfshausen unter dem Buntsandsteine.

Die ganze Mächtigkeit der Formation überschreitet nirgends 38 bis 40Meter. Die oberen Theile derselben enthalten weniger grobe Geschiebeund gehen endlich in einen dünnschieferigen thonigen Mergel und Schiefer-thon über (Weg vonHassenhausen nach Bellnhausen ). Bei Nie­ der-Weimar sind solchem Schieferthone graugelbe dünnplattige Kalk-mergel eingelagert, welche ich als dem Rothliegenden zugehörige Bildungansehe und vom Zechstein getrennt halte. Solche Kalkmergel enthält be-kanntlich auch das Rothliegende nächst Darmstadt .