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Section Allendorf - Treis / geologische Aufnahme von Professor Dr. E. Dieffenbach und Rudolph Ludwig
Entstehung
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ist die Oberfläche oft mit harten Sandsteinfindlingen überdeckt, den losge-brochenen Stücken unterwaschener Lager.

Tertiärformation.

Vom Buntsandsteine der Trias aufwärts fehlen in der Section Allen-dorf-Treis alle jüngeren Formationen bis zum Oligocän der Tertiär-formation. Das Land war ohne Zweifel über den Meeresspiegel empor-gehoben und von Pflanzen und Thieren nicht bewohnt; wenigstens sindnirgends deren Reste, weder in Sumpfbildungen wie die der Lettenkohleund des Keupers oder der Wealdenformation, noch in Fluss- und Land-seeablagerungen, erhalten geblieben. In nicht allzu grosser Entfernung,namentlich schon in der Section Lauterbacli-S alz schürf, folgten ost-wärts auf den bunten Sandstein noch mehrere marine und lacustre Gliederder Triasformation, und lagerten sich nordwärts, in der Nähe von Wabern an der Eder, noch marine Schichten des Lias ab, dann aber weicht dasMeer, aus welchem brauner und weisser Jura, Kreide und Eocän niederfielen, weit zurück von den Grenzen dieses Landes und erst als sich vonSüden her die Bodensenkung gestaltete, worin sich die meerischen Gesteineder Mainzer Oligocänformation ablagerten, beginnt auch für dieses Landwieder eine neue Schichtenbildung, gekennzeichnet durch eigentümlicheThiere und Pflanzen.

Diese neuen Fels- und Schichtenaßlagerungen setzten sich fort, als auchvon Norden her ein Meeresarm bis in die Nähe der Section und wahr-scheinlich in ihre Grenzen herein sich einsenkte; sie werden dann abernochmals auf längere Zeit unterbrochen oder wenigstens weder durch Thier-noch Pflanzenreste bezeichnet, bis sich erst in der neueren Zeit wiederVersteinerungen umschliessende Ablagerungen entwickeln, deren relativesAlter bestimmt werden kann.

a) Oligocän des Mainzer Beckens.

Zusammenhängend mit den Süsswasserbildungen der Sectionen Fried-berg und Giessen setzen Thon-, Kalk- und Sandabsätze der Periode,während welcher die Meer- und Brackwasserbildungen der Mainzer Tertiär-formation (etwa gleichzeitig mit den Ablagerungen von Fontainebleau ) ent-standen, in die Section Aliendorf herüber. Zu Tage treten sie ohnejüngere Tertiärgestein-Bedeckung, jedoch vielfach von Laven und quartärenSüsswasser- und Landbildungen überlagert, bis in das Lumdathal herein.Wahrscheinlich kommen sie in tieferen Lagern auch noch in der nördlichenAbtheilung der Section vor; sie lassen sich daselbst aber nirgends an devOberfläche nachweisen, sondern werden daselbst von den Schichten mit