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und endlich das letzte oder Nr.Bauerdeblauen LettenBraunkohleblauen LettenBraunkohleblauen Letten
VI.
0,57 Meter6,06 „0,29 „
2,58 „1,44 „17,22 „
Ein bei Gross-Buseck abgeteuftes Bohrloch ergab das Profil:
Thon und Letten 17,22 Meter
Sand mit Wasser 2,30 „
welcher nicht weiter durchbohrt ward, weil er sich als Triebsand erwies.
An der Oberfläche bemerken wir ausser der kleinen, sich bald unterBasalt verbergenden, gelben und weissen Sandablagerung, von Beuern beiWieseck beginnend, um den Lollarer Kopf bis Treis und Allendorf hin,Sand und Geschiebe, abwechselnd mit lettigem Sande und sandigem Tlione,verbreitet und zum Tlieil in directer Auflagerung auf den flötzleeren oderauch den bunten Sandstein (Daubringen , Treis).
Die reineren weissen, meistens groben, aus abgerundeten Körnchen vonQuarz bestehenden, Sande Hegen gewöhnlich in der Tiefe; über ihnenwechseln gelbe, rothe, durch eisenhaltigen Thon verunreinigte, selbst Geodenvon sandigem Gelb- und Brauneisenstein enthaltende, Sande ab mit Quarz-geröllelagern und durch Eisenoxyd oder Kieselerde verkitteten Pudding-steinen. — Die weissen und hellgelben Sande werden bei Wies eck zuStreu- und Reibsand gewonnen; Versteinerungen wurden darin noch niebemerkt.
Die Mächtigkeit des bei Wies eck den plastischen Thon und Lettenunterteufenden Sandes ist nicht bekannt, scheint aber 5 bis 6 Meter nichtzu übersteigen. — Westlich lagern sich quartäre Conglomerate, Kies undGrand auf. Bei Lollar reicht der Sand bis an den Basalt des LollarerKopfs, welcher sich über ihn hin lagert; er setzt im Lumda-Thale auf-wärts fort und bedeckt daselbst bei Heibertshausen den flötzleerenSandstein, bei Daub rin gen und Treis gegenüber den Buntsandstein.
Der Sand und die Sandsteinblöcke, welche zwischen Trais u. Clim-bach bei Allendorf und Kesselbach auftreten, haben ihre Stelle überdem Thone; sie müssen vielleicht mit denjenigen Sanden zusammengefasstwerden, welche bei Dannerod, Ofleiden, Homberg an der Ohmden Melanienthon bedecken, und würden dann als ein den Braunkohlen-Thon des Mainzer und den Melanienthon des Niederhessischen Oligocängleichmässig überlagerndes Gebilde zu betrachten sein.
Vorläufig habe ich diese Sande und Sandsteine mit dem Zeichen derüber dem Melanienthone verbreiteten Sande und Süsswasserquarze ausge-schieden und werde sie bei deren Besprechung mit einführen.