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massen stehen nunmehr isolirt, Frost und Wetter haben ihren Fuss mit los-gebröckelten Stücken bedeckt und die letzten Spuren jenes Aschenmantelsversteckt.
Der Hauptkegel der Amöneburg ist durch eine mächtige säulen-förmig abgesonderte Gangmasse ausgezeichnet, welche ihn von Nord nachSüd durchschneidet und die höchsten, das ruinirte Schloss und die Kirchetragenden, Kuppen bildet. Die Säulen stehen zum Theil senkrecht, zumTheil liegen sie geneigt oder horizontal; es scheint, als ob spätere Fels-stürze diese verworrene Anordnung bewirkt hätten. Das Nebengesteinjenes Säulenbasalts ist Basalt derselben Art, ein verworrenes Haufwerkaus fest verbundenen unbestimmt eckigen Bruchstücken zusammensetzend.Auch die Wenigenburg besteht aus solchen fest verbundenen Brocken,aus denen südlich ein schmaler, aus dünnen kurzen Prismen bestehender,Gang ausläuft, welcher sich noch bis in den Lehm fortsetzt. Gelegentlichbei Abteufung eines Schachts auf dem Marktplatze der Stadt Amöne burg , mit welchem man einen Senkbrunnen zu erlangen hoffte, fandensich in dem in unförmliche Stücke abgesonderten Basalte grosse Partientertiären Sands und Sandsteins eingeschlossen. Der Schacht ward 25 Mtr.tief ohne den gewünschten Erfolg niedergebracht und dann wiederverstürzt.
Oestlich jenseits der Ohm liegen neben Amöneburg die drei kleinenBasalthügel Bansberg, Wartküppel bei Rüdigheim und SchlossSchweinsberg. Der erste höchste erhebt sich nur 44 Meter über demThale , ihn umgibt ein palagonitiseher Tuff; alle drei lagern wie dieAmöneburg auf Melanienthon und Sand. Unter den Doleritmassen ander Zwester-Ohm ist bei Ob er hausen der schwarze Basalt durchmehrere Bohrlöcher nachgewiesen, bei der Oberhäuser Ziegelhütte bildeter neben der aus Basalttuff bestehenden Hunenburg den steilen auskleinen unbestimmt geformten Prismen zusammengesetzten Kopf, „der Hof“genannt; bei Ilschhausen tritt er noch mehrmals unter der Dolerit-bedeckung hervor, überall auf Tertiärgestein ruhend.
Der Lollar er Kopf erhebt sich gleich der Amöneburg ebenfallsals ein isolirter Basaltberg aus der Tertiärformation. Seine Gestalt ist dieeines von Ost nach West gerichteten und aufsteigenden Rückens, so dassder höchste Punkt im Westen sich befindet. Auch an diesem Kopfe wieam gegenüberliegenden Hangelstein ist der Basalt in schönen Prismen ab-gesondert.
Aus dem bunten Sandsteine stehen der Staufenberg , der Frauenbergund der Stempel hervor. Die beiden letztem, zwischen Lahn und Ohmgelegen, sind durch Steinbrüche geöffnete, verhältnissmässig kleine, ganz imSandsteine steckende Kuppen mit Säulenstructur. Sie enthalten die ge-