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des diese Stelle noch vor etwa 3 JahrÖn bedeckthabenden Gletschers gelegen hätten, demnach beimRückzug desselben zu Boden gesunken sind. Der An-blick dieses noch auf drei Seiten vom Pasterzen-Gletsclierumgebenen, erst vor Kurzem eisfrei gewordenen Rund-höckers und der auf ihm ruhenden Grundmoräne ver-setzte mich lebhaft zurück zu jener von einem anScheuersteinen reichen, sandigen Geschiebelehm über-kleideten und ebenfalls mit Gletcherschliffen bedecktenPorphyrkuppe des Demitzer Berges bei Leipzig .
Mit Bezug auf die subglacialen Gebilde einesGletschers ergiebt sich aus obiger Darstellung, dass 1.die eigentliche Grundmoräne eine lehmige, thonig-schlammige Grundmasse besitzt, in welcher kleine undgrössere Geschiebe suspendirt sind, — dass 2. bei reich-licherer Durchfeuchtung mit Schmelzwasser die feinenThontheilchen entführt werden können, wodurch dieGrundtnoräne einen mehr sandigen Charakter erhält,während endlich 3. bei noch beträchtlicherem Wasser-zuflusse eine Aufarbeitung, Schlämmung und Umlageruugdes Moränenmaterials bewirkt wird, aus welchem danngeschichtete Sande, Kiese und Schotter hervor-gehen. Alle drei Formen dieser subglacialen Gebildekönnen in nur wenig Meter Entfernung voneinander gleichzeitig zur Ablagerung gelangen.
Wir erblicken in ihrer Vergesellschaftung einendeutlichen Hinweis auf die Aequivalenz gewisser nor-