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Eine Reise mit dem Dampfschiff den Rhein
hinab.
Von Friedrich von Matthisson .
Auf dem Dampfschiff Concordia , 16. Mai 1827.
Das Bild unserer Seefahrt, lieber Bonstetten, von Genf nachLausanne im prächtigen Winkelried, trat wieder mit brennen-dem Kolorit vor meine Seele. Erinnerung, beseligende Göttin,der man auf allen Höhen, wo Reben grünen, Altäre weihensollte, was wären wir ohne dich!
Man kann sich nichts Eleganteres und Bequemeres denkenals dieses Dampfschiff, welches den schönen Namen von SchillersGlocke führt. Es überbietet in vieler Hinsicht sogar den Winkelried,welches allerdings viel gesagt ist. Vom Morgen bis zum Abendkannst Du für Leib und Seele das gemächlichste Leben darintreiben. Ständen die alten Sybariten wieder auf, sie würden eskaum irgendwo sich besser wünschen. Für Alles ist gesorgt. Aucheine kleine Bibliothek steht dem Reisenden zu Gebote. Die Möbelsind so zierlich, wie man sie nur in Pallästen zu sehen gewohntist. — •— Gegen Mittag waren wir bei dem schönsten Sonnen-schein vor Koblenz , wo das Zauber schiff eine Stunde langHalt machte. Kaum war der fahrende Gasthof wieder im Fluge,als die Tischglocke geläutet wurde. Die Tafel war so bestellt,dass es mir vorkam, als hätten höhere Gewalten dem Frank-furter Schwan seine angeborene Schwimmnatur wieder gegeben.
Angenehmer sich durch die Welt bewegen, als auf einemsolchen Dampfschiffe, mag auch der lebhaftesten Phantasie kaumerträumbar sein!“
Das Dampfschiff.
Von M. Beer.
11835 .)
Die Dämpfe steigen, die Säule raucht,Nun wird die Fahrt beginnen!