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Kleines Lese- und Lehrbuch der schweizerischen Volkswirtschaft / für den Schul- und Selbstunterricht verfasst von A. Furrer
Entstehung
Seite
8
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Zweig

ErwerbendePersonenim Jahre 1880

7o

Landwirtschaft . .

. 546,462

97,98

Forstwirtschaft . .

5,851

1,05

Bergbau ....

4,303

0,77

Fischerei ....

974

0,17

Jagd.

0,03

557,739

100,00

Die Gegenstände, welche durch die Urproduktion zuTage gefördert werden, sind «Urprodukte», «Naturprodukte»,«Bodenprodukte», Tiere, «tierische Produkte». Man be-zeichnet sie auch ihres rohen (unverarbeiteten) Zustandeswegen als Rohprodukte.

Beispiel: Das Getreide, die Kartoffel, die Rinde des Baumesetc. sind Rohprodukte; ebenso die Wolle, die auf dem Körperdes Schafes wächst, die Seide, die vom Seidenwurm erzeugt wird

u. s. f.

Gleich wie sich die gesamte Schweiz in Wirtschafts-regionen einteilen lässt, so das der Urproduktion dienendeVegetationsgebiet in

Vegetationsgürtel

oder Kulturregionen. Herr Professor Kraemer an der land-wirtschaftlichen Schule des eidgenössischen Polytechnikumsunterscheidet ß Vegetationsgürtel und beschreibt sie folgender-maassen: *

1) Die Tiefland- oder Hügelland-Region. Dieselbe reichtvon der tiefsten Lage am Südalpenabhang von 197 m (Tessin-tal am Lago Maggiore ) bis auf etwa 800 m Höhe und um-fasst in der Hauptsache das sog. Mittel- oder Flachland zwi-schen Alpen und .Iura, und überhaupt diejenigen Distriktedes Landes, in welchen sich noch die Bedingungen für eineplanmässige Feldkultur erfüllen. In der Tat haben hier fast

* Der AbhandlungLandwirtschaft imVolkswirtschafts-Lexikonder Schweiz (Bern , Schmid, Francke & Go.) entnommen.