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oberen Grenze daher auch diejenige der Sennhütten zusammen-fällt. Darüber hinaus liefert das Gebiet nur noch Raum undGelegenheit zur Weide für Ziegen und Schafe (Schafalpen).Die eigentlichen, indessen mehr zerstreut, als in Beständenauftretenden Bäume sind die Lärche und die Arve oderZirbel . Sonst kommen hier hauptsächlich nur noch Alpen-sträucher -vor.
5) Die subnivale oder gebrochene Schneeregion , welche sichvon etwa 2300 m bis auf 2800 m erhebt, bildet« eine nach Ortund Umständen variirende Uebergangszone zum scheinbarenKaturtode, auf welcher mehr als '/* des Terrains mit Gletschern,Schneebuchten und felsigen Trümmerhalden bedeckt bleibt.An besonders günstigen Stellen verliert sie bis Ende Julidas Eiskleid, um nach 8—10 Wochen ein neues anzuziehen.»Alle Baumformen sind hier gänzlich verschwunden.
6) Die nivale oder eigentliche Schneeregion. Sie umfasst ineiner Höhe von 2800 (2665—3090) m bis 4638 m allesHochgebirge und bekommt nur hier und da, wo die Felsenzu steil sind und die Sonne bei dieser Höhe noch kräftigwirken kann, im August noch schneefreie Stellen. Uebrigenszeigt gerade diese Region das Beispiel auffallender lokalerAbweichungen. So finden sich nach Berlepsch , dem \ erfasserdes Buches «Schweizerkunde, Land und Volk, übersichtlichdargestellt von H. A. Berlepsch (Braunschweig ), » an der Süd-seite noch bei 3250 m Oasen von Phanerogamen (durchSamen sich fortpfianzende Gewächse mit Staubgefässen undPistillen), gibt es über der Schneegrenze noch umfangreicheBergkuppen (nächt dem grossen St. Bernhard bei 2876 m),welche während 6—8 Wochen im Sommer eine dichte undkräftige Rasendecke zeigen.
L audwirtschaft.
Die Landwirtschaft ist der Kern der schweizerischenVolkswirtschaft. Zwar wird sie in Bezug auf den reinenArbeitsertrag zur Zeit zweifellos von der Industrie übertroffen;