Buch 
Kleines Lese- und Lehrbuch der schweizerischen Volkswirtschaft / für den Schul- und Selbstunterricht verfasst von A. Furrer
Entstehung
Seite
23
JPEG-Download
 

3 /4 der Arbeiter, welche sich im Jahre 1880 mit Berg-bau beschäftigten (s. S. 8Urproduktion), waren Steinbrecher .Unsere Steinbrüche liefern Sandsteine, Kalksteine, Granit,Tufsteine, Ofensteine, Marmor, Schiefer u. s. w. Es sind alsomeistens Steine zu Bauzwecken; der Schiefer, häufig alsBedachungsmaterial gebraucht, findet auch Verwendung zuden Schreibtafeln und Wandtafeln. Das grösste schweizerischeSchieferbergwerk findet sich am Plattenberg, Kt. Glarus ; esgehört teils dem Kanton Glarus , teils der glarnerischen Ge-meinde Engi .

Die einzigen Metalle, nach denen in der Schweiz ge-graben wird, sind Eisen (im Jura ) und Kupfer (im Wallis ).Die Ausbeute ist aber viel zu gering für den schweizerischenBedarf.

Kohlengesteine sind da und dort vorhanden; die Aus-beute ist aber nicht überall lohnend und unterbleibt dahermeistens. Braunkohlen kommen u. a. aus dem zürcherischenStaatsbergwerk in Iväpfnach bei Morgen, Anthrazit aus demKt. Wallis , Asphalt (der hauptsächlich zur Pflasterung derStrassen Verwendung findet) aus dem Kt. Neuenburg. Eswerden grosse Mengen Asphalt nach dem Ausland verkauft.

Salz wird gewonnen in den Salinen von Bex (Waadt ),Schweizerhalle (Baselland ), Ryburg, Kaiseraugst und Rhein-felden (Aargau ).

Mineralquellen fliessen an vielen Orten. Die diesenQuellen entspringenden Wasser (Mineralwasser) haben heil-kräftige Wirkung. Es sind daher in der Nähe der aus-giebigsten Quellen grosse Kuranstalten errichtet worden, z. B.in Baden (Aargau ), Schinznach, Leuk , Ragaz-Pfäffers, Tarasp-Schuls, Fideris , St. Moritz , Weissenburg , Stachelberg', Laveyim Kt. Waadt u. s. w.

Fischerei.

Die Seeen und fliessenden Gewässer werden dem un-produktiven Grund und Boden zugerechnet, weil auf ihnen keine