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industriell tätigen Personen schon im Jahre 1880 nahezu sogross war wie die Zahl der Urproduzenten, nämlich za. 551,000-
Die Industrie hat sich nur nach und nach zu ihrerheutigen Bedeutung entwickelt, und zwar in dem Verhältniswie: 1) die schweizerische Bevölkerung wuchs, 2) die Ur-produktion der Bevölkerung ungenügenden Lebensunterhaltund Verdienstquellen bot, 3) die Verkehrseinrichtungen
(Strassen, Eisenbahnen u. s. w.) entstanden, 4) das Auslandfür die schweizerischen Erzeugnisse aufnahmsfähig wurde.
Sehr zu statten kamen ihr u. A. 1) die vielen Wasserkräfteund der Holzreichtum des Landes; 2) die unmittelbare Nach-barschaft von ökonomisch wichtigen Ländern, mit wel-chen ein reger Güteraustausch möglich war; 3) der Um-stand, dass viele Flüchtlinge anderer Länder in der freienSchweiz Schutz und Aufnahme fanden und durch ihre Kennt-nisse den Grund zu vorher hiezulande unbekannten Ge-werben und Künsten legten; 4) der dem Schweizer von altersher eigene Reise- und Geschäftstrieb, der ihn behufs Er-werbung von Kenntnissen und Geschäftsverbindungen weitüber die Marken des Landes hinausführte; 5) dass andereLänder sich gegenseitig durch Kriege und durch Zölle inihrer industriellen Entwicklung gehemmt haben und daherden Industrien der Schweiz wenig Konkurrenz bereiteten;6) in der neueren Zeit ein starker Fremdenbesuch aus demAusland infolge der grossartigen Naturschönheiten, die erstseit der Eröffnung der Eisenbahnen allgemeiner bekanntund zugänglich geworden sind.
Die Zahl der industriellen Berufsarten- ist sehr gross.Einige derselben werden in grossem Maasstabe ausgeübt, so