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Kleines Lese- und Lehrbuch der schweizerischen Volkswirtschaft / für den Schul- und Selbstunterricht verfasst von A. Furrer
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69
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Die Zahlungsmittel in der schweizerischenVolkswirtschaft.

Die Zahlungsmittel gehören eigentlich zum Kapital undes hätte deshalb füglich im letzten Kapitel von ihnen dieRede sein dürfen. Aus Zweckmässigkeitsgründen wird ihnenaber ein besonderer Abschnitt gewidmet.

Das beliebteste und gebräuchlichste Zahlungsmittel istheutzutage, sowohl in der Schweiz als in den übrigen zivilisirtenStaaten, das

Metallgeld.

a Geld # ist alles, was gilt, beziehungsweise an Zahlungs-statt angenommen wird; aber nicht alles was gilt ist « gutes »Geld. Das Metallgeld vereinigt die sehr wichtigen Eigen-schaften in sich, dass es geringen Umfang, hohen Wertund grosse Dauerhaftigkeit besitzt. Es eignet sich also weitmehr als Tiere, tierische Produkte (Häute, Federn, Eier etc.),Feldfrüchte u. s. w. (die jahrtausende lang die Zahlungsmittelder alten Völker bildeten und heute noch zum grossen Teildie Zahlungsmittel der unzivilisirten Völker sind) zur Auf-bewahrung und zum raschen Uebergang von einer Hand in dieandere.

Das Metallgeld besteht teils aus Barren, teils aus ge-prägten Münzen. In der ersteren Form dient es zu Zahlungengrosser Summen hauptsächlich im internationalen Verkehr(von Land zu Land), in der zweiten Form zu Zahlungenkleinerer Summen im Lande selbst und im Grenzverkehr.

Beispiel: Eine Bank in Bern schuldet einer Bank in Paris mehrere hunderttausend Franken. Um für den Transport derSumme möglichst wenig Kosten zu haben, verschafft sie sichvon einem Edelmetallhändler Gold- und Silberlwmz, die von