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Kleines Lese- und Lehrbuch der schweizerischen Volkswirtschaft / für den Schul- und Selbstunterricht verfasst von A. Furrer
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lische Gold zu tarifiren, damit solches aus England bezogenwerden konnte. Erst neulich (im Juni 1887) tarifirte dieBundesversammlung, veranlasst durch die Kriegsgerüchte,welche beim Jahreswechsel 1886/87 die Welt beunruhigten,wiederum englisches und ausserdem noch deutsches und ame-rikanisches Gold.

Kreditgeld.

Neben dem Metallgeld bildet das Kreditgeld daswichtigste Zahlungsmittel. Man versteht darunter die im kauf-männischen Verkehre üblichen «Wechsel», «Anweisungen»,«Checks» etc., sowie die sogenannten Banknoten. Jene wiediese sind im Moment ihrer Verwendung als Zahlungsmittelnichts anderes als blosse schriftliche oder gedruckte Zahlungs-versprechen, die im Vertrauen darauf angenommen werden,dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in Metallgeld um-gesetzt werden. Sie beruhen also auf dem Vertrauen, dasder Aussteller geniesst, und heissen darum mit Recht « Kredit-geld ».

In dem provisorischen Charakter, der dem Kreditgeldinnewohnt, liegt ein Nachteil gegenüber dem Metallgeld. Umaber diesen Nachteil möglichst abzuschwächen, sind strengegesetzliche Bestimmungen über die Wechsel, die wechsel-ähnlichen Papiere und über die Banknoten getroffen. Auchdadurch wird jener Nachteil einigermaassen aufgewogen, dassdas Kreditgeld sich viel besser zur raschen und billigen Be-förderung eignet, als das Metallgeld.

Die Eigenarten des Wechsels werden hier nicht näherbesprochen, über die Banknote hingegen sind einige weitereMitteilungen am Platze.

Die Banknote

ist ein farbiger Papierschein kleinen Formats, auf welchemin deutlichem, grossem Druck geschrieben steht, dass die Bankso und so (beispielsweise die Kantonalbank in Schaffhausen )