Produktion und Konsumtion wirtschaftlicher Güter.
Die Gegenstände, deren das Volk zum Lebensunterhalt, •zur Bereicherung und zur Arbeit bedarf, sind wirtschaftlicheGüter.
Wer solche Güter erzeugt, von dem sagt man, er seiProduzent (im weitesten Sinne des Wortes ist überhaupt jederProduzent, der wirtschaftlich tätig ist, denn jede wirtschaft-liche Tätigkeit ist mehr oder weniger produktiv); dement-sprechend bedient man sich auch meistens des Wortes « Pro-duktion » anstatt des Wortes «Gütererzeugung ».
Wer wirtschaftliche Güter verbraucht, von dem sagtman, er sei Konsument. Damit im Einklang stehen dieWorte « Konsum » und « Konsumtion » an Stelle des Wortes« Güterverbrauch».
Es ist einleuchtend, dass kein Güterverbrauch möglichist, ohne Gütererzeugung und dass umgekehrt ohne Kon-sumtion keine Produktion nötig wäre. Beide sind also voneinander abhängig und richten sich mehr oder weniger nacheinander, das heisst:
1) Wenn die Produktion gross ist, so kann auch der Ver-brauch grösser sein als bei kleiner Produktion, weil die Ge-legenheit und die Versuchung zum Brauchen grösser, in derRegel auch die Preise billiger sind.
Beispiel: Wenn die ersten Kirschen reif sind, werden sie ingeringen Mengen und zu hohem Preise (1 Fr. und mehr per kg)feilgeboten. Nur wenige Leute kaufen solch’ teure Kirschen.Kommt aber später die Hauptmasse der Kirschen, die späterenSorten, auf den Markt, dann ist die Frucht auch so billig (z. B.40 Rp. per kg), dass fast jedermann darnach greift.