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tt Deukalions
grunde liegt und dass hieraus erst durch den Vorgang for-maler Wucherung die zur alleinherrschaft gelangte vollereform erwachsen ist 1 . In diesem Aeu-KaXo? erkennen wirnun leicht einen neuen beleg des alten suffix -KaXo£, das'Zeusknäblein’. Die anlautgruppe dj gestaltet sich griechischgewöhnlich zu £. Aber es steht fest, dass Aeuq für Zeu?sowohl in Boiotien als in Sparta gesprochen wurde. Nichtnur die grammatiker bezeugen das 2 : seinen Boiotier liessAristophanes Acharn. 911 ittuj Aeuq sagen, und zu Sparta hat sich die alterthümliche Statuette eines langbekleidetensitzenden gottes gefunden mit der aufschrift Aeuq 3 .
Es fehlt nicht an anhaltspunkten, die uns gestattenZeus und Deukalion in die engste beziehung zu setzen. DerStammvater des Hellenenvolkes Hellen gilt als sohn des Deu-kalion und der Pyrra seit dem Hesiodeischen Katalog (fr. 21Rzach); um so bedeutsamer ist es, wenn daneben sich dieabweichende sage erhielt, dass Hellen sohn des Zeus selbstwar 4 ; Euripides (fr. 481) bezeichnet das nachdrücklich als
1 s. Götternamen s. 22 f. Richtig schon schol. T zu N 307 o‘ibi Kai üttö toO AeuköXoc; (<paaiv etvai xö AeuKaXibr;).
2 Herodian tt. pov. p. 6, 17 (bei Lentz II p. 911, 9) Kai üiröBoiwxtiiv Kai Aein; Kai Adv, Choirob. dict. p. 60, 21. 210, 4 Gaisf .(Herod. ii p. 373-, 10 L.); scholion zu Dion. Thr. in Cramers AO IVp. 325, 24 (auch cod. Harlei. hei Kidd zu Dawes Mise. p. 145 ed. 1827)6 Zern; rrapd xoic; Adxuiai Aern; Xeyexai. Unbestimmt Hesych. Aeu?:Zeu<;, Cornutus 2 p. 3, 10 L. rrapa bi xiai Kai Aeü? X^yeTai, xdxadird roO bedeiv Tt|v yü v i) pexabtbövai toi? Zwm AuxiKri? kpabo?.Boiotische inschriften bezeugen von Zeuyvüvai abgeleitete AeOlhc; Aeu-Sia? AeuHiXXoc; (so CIGS I n. 2720, 11) AeOEhttto?, jüngere ZEÜünnro?ZeuSiirua. Vgl. Ahrens dial. aeol. 175 dor. 95 GCurtius Gr. etvm.s. 620 f.
3 Die ohne hopf erhaltene Statuette hat Milchhöfer in derArchäol. zeit. 1881 tat. 17, 3 vgl. s. 297 und Ath. mitth. 2, 299 mit-getheilt, die lesung der inschrift GTreu Arch. zeit 1882 s. 76 fest-gestellt; vgl. Furtwängler Athen , mitth. 7, 170.
4 Hellanikos fr. 10 im schol. zu Platons Symp. p. 208 d Kononnarr. 27 "EXXr)vo<; xoü iraibö? aöxoü (des Deukalion), öv Ivtoi xoOAiö? ira!6a elvai cpaaiv Apollod. i 7, 2 yivovxai 6e £k TTüppa? Aeu-KaXiiuvi irat&E? "6XXr)v g£v upCuxo?, 8v £k Aid? Ye^evriaOai Xeyouoiv