II
DEUKALION
1 Die grosse masse der auf -xXfj? auslautenden eigen-namen wird seit dem alterthum von dem worte xXe'cx; ab-geleitet. Es unterliegt freilich keinem zweifei und wirddurch die declination bestätigt, dass dem sprachbewusstseinder alten dieser Zusammenhang gegenwärtig war. Ohne be-denken dürfen wir alle jüngeren bildungen dieser art alsZusammensetzungen mit xXeoi; betrachten. Aber verallgemei-nern und auf alle älteren bildungen gleicher form über-tragen lässt sich diese annahme nicht. Schon der umstandmuss davon abhalten, dass der name des Thessaliers Hip-pokles bei Pindar Pyth. 10, 5 den dativ dTTTTOKXect, ebend.v. 57 den accusativ 'ImroKXeav hat, also einen nominativ'linroxXeac; voraussetzt, der sich auf den wortstamm -xXeFeffnicht zurückführen lässt. Ahrens selbst, der dial. dor. 146beide stellen ändern wollte, hat später (ao. 561 f.) die auffal-lende form durch weitere belege gestützt. Inzwischen habendiese durch die inschriften Vermehrung erhalten. Wir kennenTTaxpoKXeaq aus Plutarch und CIG 1670, ferner ’ApKTTOxXeai;aus mehreren Delphischen inschriften, AripoxXec«; aus Titho-rea in Phokis , AioxXtaq aus Pharsalos (IGA 325 Collitz In. 324), Larissa (Athen , mitth. 8, 122 Collitz I n. 1321 s. 381)und Tanagra (CIGS I n. 1630), ‘HpctxXec«; CIA III n. 1260;noch im IV jh. ist der Athener Tr)XexXfj<; in delphischemmund zu Tr|XoxXea<g 1 geworden. An das unzusammengesetzte
1 Pelph. bauinschrift BCH (1896) 20, 200 z. 34 Tr|XoKX^a<; ’A6r)-vaiot; ebd. z. 39 gen. TpXoxX^oi; ’A9r|vaiou (hier nähert sich der Pho-bische Steinmetz der attischen declination). Über den Wandel von Xein Xo s. GCurtius in den Berichten der sächs. ges. 1864 s. 1 ff. undFleckeisen Jahrb. 1866 s 3 ff.