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VI Mehrdeutigkeit mythischer bilder
soll ein winter vertilgen,
weshalb reichlich schnee fallen wird
auf den höchsten gebirgen
und in den niederungen der Ardvi.
23 Und eiligst soll sich von dort, o Yima, das viehverziehen 1 , sowohl was
an den bedrohtesten platzenauf den höhen des gebirges,als was in den gründen der thälerin geschlossenen Ställen ist.
24 Vor dem winter
trug jenes land reiche weide:
das wird ein grosses wasser überschwemmen,
wann der schnee geschmolzen ist.
Und ein see wird dort erscheinen,wo man jetzt den Standortfür herden und kleinvieh sieht.
25 Mache du eine bürg von der längeeines rosselaufs 2 im gevierte.
Dorthin bringe einen stamm
von herden und zugthieren
und von monschen und liunden
lind von vögeln und hellen [brennenden] feuern;
und richte diese bürg ein
zur wohnung für die menschen
und zur stallung für das vieh.
2 i> Leite dorthin wassereinen häthra weges lang,lege dort Strassen anund baue dort häuserund einen graben und Stützmauerund einen ringsum laufenden wall.
27 [Dorthin bringe du einen stamm von allen männern und weibern,welche auf erden die grössten, besten und schönsten sind. Dort-hin bringe eine brut von allen thiergattungen, welche auf erdendie grössten, besten und schönsten sind.]
28 [Dorthin bringe den keim von allen gewachsen, welche auf erdendie grössten und wohlriechendsten sind. Dorthin bringe du denkeim von allen früchten, welche auf erden die schmackhaftesten
1 Lindner ao. s. 214 f. erklärt: e und eine menge (?) von viehwird zu gründe gehen \
2 Alte messung der strecke: soweit als man an einem tag zuross abreitet, vgl. JGrimm Deutsche rechtsalterth. s. 86—89.