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Band I. Molasseland und Juragebierge.
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Talgeschichte.

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faltenden Dislokationen zu unterscheiden. Indem Buxtorf diese beiden Dinge wieder ver-mischt und das Durchgreifen der alpinen Talseen aus den Zentralmassiven durch die Deckenzonenbis außerhalb der subalpinen Molasse nicht berücksichtigt, hat er meine Theorie nicht verbessert.

VII. Mannigfaltigkeit der Talgeschichte.

Die Täler und die dazwischen gebliebenen Berge des Molasselandes sind vonungeheurer Mannigfaltigkeit. Die jetzigen Flußwege sind oft aus sehr wechselvollenStücken verschiedener Vorgeschichte zusammengesetzt. Selbst in einem bloß demMolasselande angehörenden Tal, wie z. B. dem Tößtal, sind eine ganze Anzahlverschiedener Abschnitte der Geschichte zu unterscheiden. Wohl können wir Typennennen, aber jedes Tal, jeder Flußlauf hat wieder seine Individualität. Über jedenTalweg ließe sich eine lange Geschichte schreiben. Zunächst sind die Molassetälerin solche zu unterscheiden, die jetzt noch oder ursprünglich alpine Sammelgebietehaben, und solche, die immer nur dem Molasselande angehörten. Allerdings spieltdie subalpine Molasse bei den letzteren oft eine alpine Rolle. Versuchen wir einigeTypen aufzustellen:

I. Molassetäler mit alpinen Sammelgebieten. Diese haben komplizierte pon-tische und pliocäne Vorgeschichte.

A. Das alpine Sammelgebiet ist noch vorhanden.

1 . Der alpine Fluß ist seinem Tale durch die Molasse hinaus treu gebliebenlebendige Täler:

a) große alte Haupttallinien: St. Gallisches Rheintal oberhalb Bodensee ;

b) kleinere Tallinien: Emmental (Große Emme), Saane und Sense;

c) nur ein Teil des alpinen Sammelgebietes ist dem Talsystem treu geblieben:Toggenburg (Thur ).

2. Der alpine Fluß hat im Molassegebiet Ablenkungen erfahren:

a) ältere Ablenkungen (pliocän oder älteres Diluvium): Linth aus Glatt-Tal inZiirichseetal, Limmat von Baden nach Turgi, Reuß südlich um die Rigi ;

b) jüngere Ablenkungen (jüngeres Diluvium): Sihl von Schindellegi durch Sihltalnach Zürich, Aare von Bern nach Aarberg, Rhein von Schaffhausen nach Eglisau ,epigenetische Stücke (Rheinfall, Laufenburg, Brugg , Rheinfelden usw.).

B. Das alpine Sammelgebiet ist abgeschnitten. Molassetalstücke sind aus demLauf des alpinen Wassers ausgeschaltet worden:

a) ältere Ausschaltungen (altdiluvial): Talstrecke Sattel-Rothenturm-Biberbrugg,Aegeriseetal, Goldau-Zugerseetal, Thiele von Cossonay bis Neuenburgersee , Brovevon Moudon über Payerne bis Murtensee, Greifensee ganzes Glatt-Tal Pfäffiker-see-Oberkempttal;

b) vor der vorletzten oder letzten Vergletscherung: Baldegger-Hallwilerseetal,Sempachersee- Suhrental, Wiggertal , Winkel-Horw-Luzern;

c) während oder nach der letzten Vergletscherung: St. Gallen-Gossau-Wil, Rafzer-feld, Katzensee-Würenlos usw.

Echte alpine Randseen sind einzig in den Tälern vom Typus A. I. a. A. 2. a.und B. a. vorhanden.

II. Molassetäler, die nicht durch alpine Flüsse vorgebildet sind, deren 1 al-