Band 
Zweiter Band.
(Bew. - Can.)
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BRUCHSCHWINGEN.

sich die schmiedeeisernen Stangenhälse in schlitzförmigen Oeffnungen derArmköpfe frei bewegen können.

Den wesentlichen Zusammenhalt eines solchen Kreuzes, welches diein der Richtung der Gestänge wirkenden Kräfte aus einander zu ziel»streben, gewähren die zu beiden Seiten des Kreuzes angebrachten schmie-deeisernen Kopfschienen l, l, deren gegenüberliegende Enden hinter denwinkelrecht mit der Richtung der Schienen abgeschmiegten Köpfen derKreuzarme mit einem starken eisernen Riegel m, welcher in Fig. 21 imLängendurchschnitte der Deutlichkeit wegen im doppelten Massstabe ge-zeichnet ist, vereinigt sind. Der zwischen diesem Riegel und dem auf derabgescbmiegten Fläche der Kreuzköpfe angetragenen Bleche gelassene,kleine Zwischenraum wird mit eisernen Keilen n, n (Fig. 19 und 20)ausgekeilt, und so auf diese Weise nicht nur die Schienen l, l ausge-spannt, sondern auch die beiden Kreuzarme gegen ihre Strebe e gepresst,überhaupt aber ein sowohl dem Zusammendrücken als dem Auseinander-ziehen der Kreuzarme gleich kräftig widerstehender Zusammenhalt derTheile bewirkt.

Eine andere Art Viertelskreuze, die nämlich, deren Arme durch diein den Richtungen der Gestänge wirkenden Kräfte nicht wie hei der soeben beschriebenen Art aus einander gezogen, sondern gegen einandergedrückt werden, und die man häufig und zwar dann allemal paarweisean wendet, wenn man zwei abwechselnd auf- und niedergehende Ge-stänge unmittelbar neben einander parallel laufend anzubringen beabsichtigt,sieht man, in dem dazu erforderlichen Stuhle hängend, in Fig. 22 in derSeitenansicht und in Fig. 23 in der Queransicht zur Hälfte, und zwar inmittlern Stande des Hubes begriffen, vorgestellt.

Wegen des bereits erwähnten Umstandes, dass die Arme eines sol-chen Kreuzes von der Gestängelast gegen einander gedrückt werden,können sie etwas leichter, im Uebrigen aber fast eben so wie das inFig. 19 und 20 angegebene Kreuz construirt werden, wie aus derVergleichung der Figuren deutlich hervorgeht. Ihre Streben a sind selten,und nur etwa dann mit Leg- oder Wangeneisen, wie in Fig. 19, 211 ver 'sehen, wenn sie sehr grossen Belastungen zu widerstehen haben, in i(e -chem Falle durch diese lediglich bezweckt wird, dass sich das Holz daKreuzarme b, b in Folge grossen Druckes gegen das Stirnholz der Strebenicht zur Seite heraus, sondern mehr in sich zusammendrücken kann.

Die Verbindung eines solchen Paares von Kreuzen unter sich behufsabwechselnden Auf- und Niedergehens pflegt mittels zweier aus Holzoder besser, wie Fig. 22 zeigt, aus Schmiedeeisen bestehender Verbindungs-oder Spannschienen c zu geschehen, welche zur Seite der Köpfe dermehr lothrecht herabhängenden Kreuzarme liegen und hinter denselbendurch in angeschraubten Metalllagern ruhende und sich drehende Bol-zen d und e angehängt sind. An dem einen dieser Bolzen, wie z-Ban d (Fig. 22), ist zugleich die zur gemeinschaftlichen Bewegung beiderKreuze dienende Stange /, welche in den meisten Fällen die mit d®Krummzapfen des Motors verbundene Kurbelstange selbst ist, angeschlossen.Diese muss, da sie sowohl im Zuge als im Schube gleiche Kraft auszuüta 1hat, vor dem Bolzen ein mittels des Keiles g stellbares Metallfutterbekommen, um den in Folge der Abnutzung des Bolzens und der ln fsonst entstehenden todten Gang oder Hubverlust gänzlich verw el czu können. ,

Zwischen beiden Schienen c, c gehen die Gestänge h, h