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Zweiter Band.
(Bew. - Can.)
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BRÜCKEN.

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ketten auch eine Veränderung der Hebelarme bedingt; bezieht man in-dessen die Momente nicht auf die Drehungsaxe der Klappe, sondern aufdie Axe der Rolle, über welche die Verbindungskette geht, so ist dieEintheilung streng richtig. Der scheinbar zusammengesetztere Fall istabsichtlich vorausgesetzt, da er die ältesten und einfachsten Vorrichtungeneinschliesst und es dadurch möglich wird, auch der historischen Reihen-folge treu zu bleiben.

a) Zugbrücken mit gleichzeitiger Veränderung der Gegengewichte und ihrer

Hebelarme.

Zugbrücke mit Ziehbäumen (fr. pont-levis ä fleckes). Dieälteste, noch immer sehr verbreitete Bewegungsvorrichtung besteht auseinem Balancier, Ziehbaum genannt, der durch Ketten mit der Brücken-klappe verbunden und am andern Ende mit dem Gegengewichte beschwertwird. Gewöhnlich kommen zwei Ziehbäume in Anwendung, die auf einemhölzernen Portal oder auf dem Mauerwerk des Thores, in angemessenerHöhe über der Klappe, sich frei um ihre horizontale, meist in der Mitteder Bäume angebrachte Axe bewegen und hinter dieser mit einer star-ken, das Gegengewicht bildenden Verriegelung versehen sind. Um nunzuerst die mechanischen Verhältnisse näher beleuchten zu können, nehmenwir einen einzigen Ziehbaum an, da sich beide als ein untrennbaresGanzes betrachten lassen. Es sei AB in Fig. 2 (Taf. 115) ein die Brücken-klappe bezeichnender Hebel ohne Schwere, dessen Drehungsaxe in B liegt;er sei durch eine, im Punkte E vereinigte Last P beschwert. DE seider den Zugbaum vorstellende Hebel ohne Schwere, C dessen Drehungs-axe, und im Punkte P befinde sich die Belastung Q vereinigt. BeideHebel sind in horizontaler Lage durch die Linie ohne Schwere AD,welche die Kette bezeichnet, unveränderlich verbunden. Setzt man nundie Abstände BE = l und CP m, so ergeben sich die Momente desuntern und obern Hebels in Bezug auf ihre Drehungsaxen = l P und m Q.Fällt man auf die Linie AD aus den Axenpunkten B und G diePerpendikel BS und CT , so erhält man die Spannungen der Linie AD

in 1 =

LP

BS

und in

D =

m. Q

'CT

es muss daher für das Gleichgewicht

LP

BS~~

m.Q

CT

werden. Nimmt man die Momente LP = m.Q an, so

müssen auch die Perpendikel BS und CT einander gleich sein, d. h.AD muss parallel BC, und folglich AB=CD, ADBC werden. Drehtman nun AB um einen beliebigen Winkel ABA t = y, so wird dasParallelogramm AB CD die Lage A,D CD, annehmen, der Hebel DE wirddenselben Winkel y = D CD 1 = ECE l mit der Horizontale bilden müssenund die Perpendikel BS { und CT , werden einander gleich sein. Fürdiese Lage ist das Moment des Hebels A t B in Bezug auf dieDrehungsaxe = P>< OB = P.l cosy, das des andern Hebels D, E t~ Q X CR = Q.m cosy, aus den Spannungen der Linien A s D, ergibt

i , , P.l cosy Q.mcosy .

acn aber lur das Gleichgewicht = ;-, es wird sonach

Do, C

durch obige Bedingungen für jeden beliebigen Erhebungswinkel den For-derungen des Gleichgewichts genügt.

Um die Anwendung dieser Sätze auf die Construction der Zugbrückenzu zeigen, ist es nöthig, die ganze Vorrichtung in ein oberes und unteres