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Zweiter Band.
(Bew. - Can.)
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BRÜCKEN.

suchte man die Wippbäume innerhalb des Thores anzubringen; Fig, 3(Taf. 115) zeigt eine solche Brücke, EF ist die Brückenklappe, EA dieunter einer Bolle weggehende Aufhängungskette, AB der Zugbaum inhorizontaler Lage bei herabgelassener Klappe, A l B 1 dessen vertikaleStellung bei aufgezogener Brücke, C die Drehungsaxe, beide Zagbäumebilden durch Verriegelung eine den früher beschriebenen gleiche Wippe.Zum Herablassen der Brücke ist in D ein Bewegungsrad mit einer Ketteohne Ende angebracht; um dessen Welle ist eine zweite am vordem Endeder Wippbäume befestigte Kette geschlungen; das Aufziehen der Klappeerfolgt an den am hintern Ende der Bäume befestigten Zugketten. DieseVorrichtung erfordert eine so bedeutende Höhe des Thores, dass die imdritten Punkte der Forderungen gerügten Nachtheile eintreten mussten;sie ist daher wenig in Anwendung gekommen.

Schwengelbrücken (fr. pont - levis ä bascule). Die nächste Ver-änderung an den Zugbrücken bestand darin, dass man die Wippenasenicht mehr in der Mitte, sondern am Ende der Bäume anbrachte; manconstruirte eine um Zapfen bewegliche Fallklappe CH Fig. 5 (Taf. 115),welche gleiche Länge und ein gleiches Moment mit der Brückenklappe hatte;eine Kette DE über eine oder zwei Bollen A gehend verband die freienEnden beider Klappen. Das Herablassen der Brücke wurde wie in Fig.3durch ein Bewegungsrad B, das Aufziehen durch Zugketten bewirkt.In der Fallklappe befand sich ein kleines Pförtchen, um nach beendigtemAufziehen beide Klappen verriegeln zu können. Abgesehen von demVerlust an Kaum, den man durch diese zweite Thorblendung erleidet,abgesehen von der Gefahr für die Passage bei dem Zerreissen einerKette ist die Vorrichtung schon der schwerfälligen Bewegung halber inverwerfen. Es war nicht allein die Beibung an den Zapfen beider Klappenund die viel bedeutendere der Kette an der Bolle zu überwinden, son-dern es war auch unmöglich, das Gleichgewicht zwischen beiden Klappenherzustellen, da die Verschiedenheit der Zugwinkel und die davon ab-hängigen Aenderungen der Biegungscoefficienten der Ketten Störungen ver-anlassten, die auf keine Weise auszugleichen waren.

Um nun die Ketten zu beseitigen und den vermeintlichen Vortheil einerdoppelten Thorblendung zu erhalten, construirte man die Fig. 30 (Taf. 119)abgebildeten Zugbrücken ä la Zigzac (fr. pont-levis ä la Zigmc).Bei dieser Schwengelbrücke ist A die Brückenklappe, E die Fallklappe,beide von gleicher Länge und gleichem Moment in Bezug auf ihre Drehungs-axen; an beiden Seiten der Thorfahrt sind in der Mitte zwischen denAxen der Klappen und in der Hälfte ihres Höhenunterschiedes die Zapfen-lager für die beiden hölzernen Schwengel oder Mittelglieder C ange-bracht. B und H sind eiserne Gelenkstangen zur Verbindung der Klappenmit den Schwengeln; sie bewegen sich an ihren Enden um Zapfen, dievon den drei Axenpunkten gleichweit abstehen, die Lage der Gelenk-stangen ist daher bei allen Bewegungen der Brücke parallel. M eseVorrichtung ist nur bei kleineren Zugbrücken anwendbar, die Bewegungbleibt der vielen Zapfen und der heftigen Pressung wegen immer nochschwierig, die Pfannenlager des mittelsten Schwengels und die Bolzender Gelenkstangen werden leicht defect, endlich ist eine Regulirung derVerhältnisse ziemlich umständlich.

Eine andere Verbesserung obiger Zugbrücken geht davon aus, dasGegengewicht möglichst zu verkleinern. Man brachte statt der Fallklappezwei an ihren Enden mit Zapfen versehene eiserne Stangen, Schweng e '