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Zweiter Band.
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Specielle

Petrographie.

Die massigen Erstarrungsgesteine.

I. Gesteine mit Alkalifeldspatli und Quarz oder Kieselsäure-Überschuss.

Granit.

Nach Scipio Breislak wurde der Name Granit schon 1596 von Caesalpinus(de metallicis II. cap. 11) angewandt, nach Emmerling findet er sich zuerst 1689bei Pitton de Tournefort (Relation dun voyage du Levant). Doch verstand manunter ihm wohl im Anfang jedes grobkörnig-gemengte Gestein, bis erst Wernerihn auf diejenigen Gesteine beschränkte, denen er jetzt beigelegt wird.

Der Granit ist ein grobkörnig- bis feinkörnig-krystallinisches Gestein, anwelchem sich überall ein Alkalifeldspath (gvösstentheils Orthoklas, sehrhäufig Mikroklin), Quarz und ein trikliner Kalknatronfeldspath betheiligen;zu dem wesentlichen Bestand der Granite im Allgemeinen gehören ferner Mag-nesiaglimmer, Kaliglimmer und Hornblende, welche indessen nicht insämmtlichen Graniten Vorkommen, sondern, einzeln oder zu zweien, auf gewisseAbtheilungen derselben beschränkt sind. Die einzelnen Mineralien sind meistderart verwachsen, dass der Feldspath und Quarz ein körniges Aggregat bilden,in welchem die übrigen Gemengtheile nach verschiedenen Richtungen umher-gestreut sind; in der regellosen Anordnung der Glimmer ist der hauptsächlichstepetrographische Unterschied von dem Gneiss begründet.

Die Grösse der Gemengtheile ist sehr schwankend; man kann grosskörnige(derer Körner oft Faustgrösse erreichen), grobkörnige, mittelkörnige und fein-körnige Granite (mit senfkorngjossen Feldspathen und Quarzen) unterscheiden;lassen sich die Körner nicht mehr einzeln makroskopisch erkennen, so ist derName Granit nicht mehr gebräuchlich. Dass zwischen den Körnern keine dichteGrundmasse und keine amorphe Basis vorkommt, gehört ebenfalls zum Begriffdes Granits. Die grossen Massive bestehen gewöhnlich aus einem gleichmässigmittelkörnigen oder porphyrartigen Granit, die Granitgänge vorzugsweise ausgleichmässig feinkörnigen oder ungleichmässig grobkörnigen Varietäten.

Zirkel, Petrographie. II. 2. Aufl. \