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Leucittrachyt. Diorit.
des Sanidins stimmt (G. vom Rath, Z. geol. Ges. XX. 1868. 297 und XVIII. 1866.580). Zu diesen eigenthümlichen Gesteinen, in denen, wie es heisst, der Leucit aufdie makroskopisch erkennbaren Individuen beschränkt ist, gesellt sich wohl nochein von Roth (Geologie II. 245) erwähntes Vorkommniss von La Conca im Gebietvon Roccamonfina: in dichter compacter grauer Grundmasse grössere Sanidine,kleinere Augite, einzelne verwitterte Leucite; u. d. M. angeblich kein Leucit in derGrundmasse, welche aus Sanidinleisten, Augiten, Magnetit und Glasbasis besteht.Andere hierher gehörige Gesteine vom Vulkan Roccamonfina (darunter auch solchevon Conca), welche L. Bucca untersuchte, führen aber doch in der Glasbasis ent-haltenden Grundmasse wenige kleinste LeucitkryStällchen; der Durchmesser der sehrzahlreichen grossen Leucitausscheidungen übersteigt manchmal 10 cm; u. d. M. nochgelber Augit, viel Sanidin, etwas Plagioklas und Magnetit (Boll. com. geol. d’Ital.1886. 245).
Als Leucitophyr (d. h. Leucittrachyt) erwähnt Ilussak Gesteine aus der Serrade Caldas, an der Grenze von Säo Paulo und Minas Geraes, durchbrechend post-carbonischen oder triassischen Sandstein; ausgeschieden sind in der dunkelgrün-lichgrauen splitterigen Masse nur monokline Feldspathe, schmale Augite und ganzvereinzelte Nepheline; die Hauptmasse besteht vorwiegend aus kleinen, ganz inZeolithe (wohl Analcim) umgewandelten Leuciten, doch von scharfer Achtecksformund noch mit den Kornkränzchen, ausserdem aus bräunlichen Augitkryställchen undMagnetit, auch erscheinen grosse, schwarz umrandete Noseane, im Inneren farblos,hell- bis dunkelbraun, am Rande bisweilen blau oder grünlich. Zwischen Prata undCascata hält ein total zersetzter Gang zahllose bis faustgrosse Pseudomorphosen202) von Kaolin nach Leucit (N. Jahrb. f. Min. 1892. II. 148).
Ein sonderbares Leucitgestein fand sich als Geröll in der Schlucht desIshawooa-Flusses in der Absaroka-Range, Wyoming : zahlreiche Ausscheidungenvon Olivin und Augit liegen in einer Grundmasse, welche fast nur aus Leucit undorthoklastischem Feldspath mit blos sehr wenig Plagioklas und sehr spärlichen(Biotitläppchen besteht. A. Hague bezeichnet (Amer. journ. (3) XXXVIII.1889. 43) das von Nephelin und Nosean freie Gestein vorläufig als Olivin-Leucit-Phonolith (d. h. Olivinleucittrachyt); eine Analyse von J. E. Whitfield stimmtallerdings mit dem angegebenen Mineralbestand nicht sonderlich überein, dasie zwar 9,20 CaO und 13,17 MgO, aber nur 2,17 K 2 0 aufweist.
IV. Gesteine mit Kalknatronfeldspath, ohne Nephelin oder Leucit.
Diorit.
Der Name Diorit von dtOQtCeiv (unterscheiden) rührt von Haüy her, welcherdamit zuerst 1822 in seinem Traitö de Mineralogie (IV. 541) grobkörnige Ge-steine bezeichnete, die aus weissem Feldspath und schwarzer Hornblende indeutlich zu unterscheidender Mengung bestanden. Al. Brongniart benannte dieseGesteine später Diabas, Hausmann indessen wandte letzteren Namen zur Bezeich-