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Zweiter Band.
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Bildung von Turmalinquarzfels aus Granit.

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parallelen Massen von Granit und Turmalinfels; an einer Stelle ist es G. mit Streifenvon Turmalin oder Turmalinfels, an einer anderen Turmalinfels mit Streifen von G.,und liier und da herrscht die eine Masse so vor, dass die andere ganz verdrängt ist;die parallelen Streifen von Turmalinfels sind oft in der Mitte durch eine schmaledurch Zinnstein bezeichnete Absonderung getrennt» (Sedgwick, Karsten s Archiv X.1873. 617). Das Gemenge von vorwiegendem Turmalin mit Quarz, oft mit fein-vertheiltem Zinnerz, tritt auch gangbildend im G. auf, meist der Schiefergrenzegenähert. Merkwürdig sind die von Forbes beschriebenen Turmalinfelsgänge vonKosemodris, welche J3 Fuss mächtig in grosser Anzahl und unter einander parallelden G. durchschneiden, ohne in den darüberliegenden Schiefer hineinzusetzen; eigen-thiimlich ist auch das von Carne erwähnte Vorkommen des Turmalinfels im G. vonCarn-Boscawen, wo eine bis zu 8 Fuss mächtige gangförmige Masse desselben nachoben zu sich in mehrere auskeilende Trümer zerschlägt, nach unten zu hingegenvollkommen in den G. übergeht (Trans, of the geolog. soc. of Cornwall 1822. II.57. 253. 262; III. 220). Andere Gänge dieser Art erscheinen am Polmear-ClifF undbei Zennor, letztere setzen ausschliesslich im Schiefer auf.

Hier würde sich auch die von Worth Trowlesworthit genannte Gesteins-varietät anschliessen, welche Bonney (Trans, royal geol. soc. of Cornwall X. 1884.180) als ein Gemenge von rothem Orthoklas, nadelförmigem Turmalin, purpurrothemFlussspath nebst wenig Quarz beschrieb; der Flussspath macht |J der Masse ausund scheint die Bäume des ursprünglichen Quarzes einzunehmen; vgl. auch Bonneyim Mineral. Magazine VI. 1884. 48.

Kaustische Contactwirkungen sind von den Graniten mit Sicherheitnicht bekannt; die von den Graniten eingeschlossenen Fragmente des Neben-gesteins, die Spaltenwände, in denen das Granitmagma als Gang emporstieg,zeigen keinerlei Frittung, Anschmelzung, Verglasung, keinerlei Einwirkung über-haupt, welche blos auf hohe Temperatur zurückzuführen ist. Die einzigen Bei-spiele, welche hier in der gesummten Literatur angeführt werden, sind die vonKussegger berichteten Beobachtungen, dass in den Umgebungen von Chartum , z.B.am Djebel-Melechat, der Sandstein im Contact mit Granit theils gefrittet, theilszu einer dichten glasartigen Schlacke geschmolzen, dass bei Assuan in Egyptender Mergel und Thon wie Ziegelmasse gebrannt, der Sandstein zu einer Schlackeverglast sei (N. Jalirb. f. Min. 1837. 667 und 1838. 626; Iieisen in Europa .Asia n. Afrika II. 1, S. 320. 618 u. a.). Doch fügt Kussegger selbst hinzu(Keisen I. 274), dass eine solche (scheinbare) Verglasung auch an vielen Ortenbei dem egyptischen und nubischen Sandstein beobachtet wird, z. B. am DjehelAclimar bei Kairo , wo überhaupt keine pyrogenen Gesteine zu finden sind und,dass wohl auch eine Ausscheidung von glasähnlicher Kieselsäure jenen Habitushervorgerufen haben könne worin wohl auch für jene Vorkommnisse die be-friedigendste Lösung erblickt wird. Die von Roth (Geologie III. 166) citirteFrittung des weichen nubischen Sandsteins durch einen Granitgang ist nach demAutor selbst (Joh. Walther, Abh. k. sächs. Ges. d. Wiss. XIV. 1888. 458) nichtdurch Granit, sondern durch ein dunkles zersetztes Eruptivgestein erfolgt.

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