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Granitporphyr.
ursprüngliche massige granitische Gesteine, deren Parallelstructur durch Gebirgs-druck erzeugt wurde. Der dazu gehörige sog. Augengneiss enthält auch kleinereFragmente und grössere Schollen von metamorpher Grauwacke. Übrigens kommenauch feinkörnige Eandfacies des G. vor, welche nicht geschiefert sind (Z. geol. Ges.XLIV. 1892. 533).
Vgl. noch: Baltzer, G. der Mieselen nahe bei dem Lauteraargletscher, N. Jahrb.f. Min. 1885. II. 33. — 0. Herrmann, Sect. Pulsnitz (Lausitz ) 1890. 15. — Weber,Sect. Radeburg (Lausitz) 1890. 27. — Hibsch, G. nördl. von Tetschen a. d. Elbe ,Jahrb. geol. R.-Anst. 1891. 263.
Granitporphyr.
Der Name Granitporphyr wurde zuerst 1840 von Kittel für Gesteine ausder Umgegend von Aschaffenburg (s. unten) aufgestellt und alsdann von Naumannden durch grosse Feldspathkrystalle und durch eine relativ deutliche körnigeEntwickelung ihrer Grundmasse ausgezeichneten Gesteinen aus der Gegend vonFrauenstein und Altenberg im Erzgebirge, von Wurzen und Brandis bei Leipzig beigelegt; die erzgebirgischen Vorkommnisse hiessen früher Syenitporphyre(nicht zu verwechseln mit G. Rose’s Syenitporphyren, welche quarzfreien Ortho-klasporphyren entsprechen), weil man ein in ihnen vorhandenes grünes Mineralfür Hornblende hielt, wogegen Naumann darthat, dass dasselbe wohl häufigerChlorit oder Glimmer sei (Geognosie I. 602).
Das in structureller Hinsicht in der Mitte zwischen Granit und Quarz-porphyr stehende Gestein besitzt eine Art von Grundmasse, welche im Gegensatzzu den ausgeschiedenen Krystallen zu feinkörnig ist, um dasselbe zu den porphyr-artigen Graniten, und auf der anderen Seite nicht den Grad der scheinbarenDichtheit erreicht, um dasselbe zu den Quarzporphyren zu rechnen. In dieserbräunlichroth oder grünlich, aber meist nicht sehr dunkel gefärbten Grundmasseerkennt man makroskopisch zahlreiche, oft über zollgrosse Orthoklase von grau-licher, fleischrother, ziegelrother Farbe, meist in Zwillingen, bisweilen mit einerPlagioklasrinde, kleinere und spärlichere matte, gelbliche oder grünliche Pla-gioklase, graue und dunkelgefärbte Körner und unvollständige Krystalle vonQuarz, welche wohl die Grösse einer Erbse und darüber erreichen, auch wohlSchüppchen oder dünne sechsseitige Tafeln von braunem Glimmer oder rundlicheAggregate von Chloritschuppen. Accessorisch häufig Magnetit, Zirkon, Apatit,Eisenkies, bisweilen Titanit, selten rothe Granaten und Cordierite oder Pinite.Unter Heranziehung des weiteren mikroskopischen Befundes würde sich nachden am reichlichsten vorhandenen oder vorhanden gewesenen dunkeln basischenGemengtheilen eine Gliederung in Biotitgranitporphyre, Amphibolgranitporphyre,Pyroxengranitporphyre vornehmen lassen, unter denen vielleicht die letzterendie verbreitetsten sind. Muscovitgranitporphyre scheinen nur höchst selten vor-zukommen.
Die ausgeschiedenen grösseren Gemengtheile gehören vorwiegend den eisen-