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Zweiter Band.
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Phonolith.

Mitth. VII. 1880. 464). »P.«, biotitreich, aber mit »äusserst seltenemn Nephelin,findet sich nach Steinecke zwischen Choi und Koschkserai Marand in Persien .

Lose Blöcke von P. am Wege von Florissant nach Massiton, Pasolty Co. inColorado , makroskopisch nur Sanidin und Hornblende zeigend (Cross). Von deröstl. vom brasilianischen Cap S. Roque gelegenen Insel Fernando do Noronha(nicht de Noranha) beschrieb zuerst GUrabel einen ausgezeichneten lichtgrtinen P.;ira Praeparat zeige er zahlreiche wasserhelle Sanidine und faserige grosse Nadelnvon Hornblende in einer hellen Hauptmasse, in welcher zwar deutliche Nephelin-ausscheidungen nicht sichtbar sind, welche aber durch Salpetersäure stark zersetztwird; vom Gestein sind auch 32,2 % in Salzsäure löslich und darin sind 13,74 %Na-iO auf 2,0 KjO enthalten. Augit sei nicht oder nur höchst spärlich vorhanden;nach Renards Angabe ist aber am St. Michels Mt. auf dieser Insel das weitaus vor-waltende Bisilicat Pyroxen, Hornblende blos accessorisch, ausgezeichneter Nephelin,auch Ilatiyn vorhanden. Die Gesteine des Eilands wurden später von J. C. Brannerund G. II. Williams eingehend untersucht; nach ihnen bestehen die oberen Theileder Piks fast ganz aus theilweise säulenförmigem P., unter dessen verschiedenenVarietäten sich auch sehr grobkörnige Sanidin-Nephelingemenge finden, welche abervon den durch Kosenbnsch beschriebenen, wie es scheint überhaupt äusserst seltenenElaeolithsyenit-Einschlüssen verschieden sind (S. 420). Über die Möglichkeit, dasssog. Elaeolithsyenitporphyre Brasiliens (Serra de Tinguä, de Caldas) zu den Phono-lithen gehören, s. S. 409.

Vom Greenland Ilarbour auf Kerguelen wurde vonRenardP., älter als Basalt,bestimmt, mit fetzenähnlichen Hornblendepartikeln in der Grundmasse; eine anderedichte Varietät, welche ausschliesslich aus Nephelin und Akmit bestand. Derselbebeschreibt von der Insel Nightingale (Gruppe Tristan da Cunha ) ein eigenthiimliches,dort weit verbreitetes Conglomerat, bei welchem Bruchstücke fremder Gesteine tuff-artig durch eine fluidal struirte phonolitliische Masse verkittet werden; letztere be-steht aus einer Grundmasse von Nephelin in Krystallen und Körnern, bräunlichenAugitmikrolithen und Sanidin, aus welchem Gemenge mikroskopische Individuenvon Plagioklas, brauner Hornblende (mit Rand von Augit und Opacit), Magnetit,Biotit und Titanit hervortreten.

Ausgezeichnete und typische P.e, bald reich an grossen Ausscheidungen (vgl.S. 431), bald ganz dicht, beschreibt Ulrich aus der Gegend von Dunedin in Neusee-land (Halbinsel Portobello, Mt. Cargill, Purakanui Cliffs); sie führen grüne Augiteund braune Hornblende, beide bis 4 mm lang, zusammen; Nosean ist äusserst spär-lich oder abwesend.

Zum Schluss sei liier noch das eigenthümliche Gestein von der Kuppe Nagy-Köves bei Vasas nächst Fünfkirchen in Ungarn erwähnt. Dasselbe erscheint äusser-lich als ein feines Aggregat weisslicher Gemengtheile mit sehr zahlreichen einge-streuten bis 1 mm langen schwarzen Pyroxenkryställchen, früher wurde es bald zuden Phonolithen, bald zu den sog. Trachydoleriten gerechnet. G. vom Rath hielt esfür Teschenit, angeblich in kaum zweifelhafter Weise wesentlich identisch mit demTeschenit von Boguschowitz bei Teschen (Sitzgsber. niederrhein. Ges. 1879. 29).Den Feldspath betrachtete er als Plagioklas, was angesichts der Analyse kaummöglich ist, auch glaubte er auf Drusen Analcim zu erkennen. K. llofmann (Mitth.aus d. Jahrb. ungar. geol. Anst. IV. 260), welcher seine Eruptionszeit in die untereKreide verlegt, und Rohrbach (Min. u. petr. Mitth. VII. 1886. 63) stellen es zumPhonolith. Eine von Lossen (Z. geol. Ges. 1887. 507) mitgetheilte Analyse ergibtu. a. 58,33 Si0 2 , 19,31 ALO 3 , 1,15 CaO, 5 ,<18 K 2 O, 8,93 Na 2 0, und verweist auf eineZusammensetzung, übereinstimmend mit P. oder Elaeolithsyenit, womit auch dasAussehen der Augite tibereinstimmt. Der äussere Habitus mit der ziemlich groben