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(Hornblende-)Diorit.
in Farbe, Korn und Vorwiegen der Gemengtheile (namentlich Plagioklas, Quarz,Biotit und grüne Hornblende).
Die durch den Gebirgsdruck hervorgebrachten Erscheinungen machensich an den Gemengtheilen der D.e in genau derselben Weise geltend, wie beiden Graniten; sie können sich dahin steigern, dass die bei der Zertrümmerunggebildeten Partikel zugleich auch durch den verschiebenden Druck eine paralleleAnordnung gewinnen, wobei »schieferige Diorite« hervorgehen. Dioritgänge imGranit des Schlossbergs bei Dohna sind z. B. durch Gebirgsdruck überaus zer-klüftet und von zahllosen winzigen Gleitflächen durchzogen; ausser Chlorit,Quarz, Epidot ist sehr reichlich feinschuppiger brauner Glimmer gebildet,welcher jedenfalls von der ursprünglichen Hornblende herstammt, und sich zu-nächst in den Spältchen der zerbrochenen Plagioklase angesiedelt hat. Anstattder Hornblende findet sich ein nadeliger oder stengeliger Filz von Aktinolith,und so hat der D. stellenweise den Charakter eines feinschuppigep Biotit-Akti-nolithgesteinsangenommen (Beck, Sect. Pirna 1892. 21).—Hornblendeschiefer-Einlagerungen in den praecambrischen Black Hills sind zufolge van Hise ausDioritinjectionen entstanden (Bull. geol. soc. America I. 1890. 203).
Bevor die mikroskopische üntersuchung der Felsarten in Anwendung stand,legte man zur Auseinanderhaltung der Diorite und Diabase namentlich bei derenfeinerkörnigen Varietäten auf verschiedene gegensätzliche Erscheinungen Ge-wicht, welche mit der, im Allgemeinen auch nicht unrichtigen Ansicht im Zu-sammenhang stehen, dass die Plagioklase der Diorite durchschnittlich kiesel-säurereicher seien, als diejenigen der Diabase: die schwierigere Schmelzbarkeitfeldspathreicher Gesteinssplitter v. d. Löthrohr, die schwierige oder nicht er-folgende Angreifbarkeit durch Säuren sprach für Diorit, das geringere spec.Gewicht solcher »Grünsteine« für Diorit, das höhere für Diabas. Gelang es,chloritische Substanz in grösserer Menge auszuziehen, so verwies dies auf dasAugitgestein Diabas. Ein makroskopisch hervortretender Quarzgehalt unter-stützte die Ansicht, dass die Gesteine Diorite und keine Diabase seien. Apha-nitische Gesteine, welche mit Säuren brausten, pflegte man eher zum Diabas alszum Diorit zu rechnen, weil der vorausgesetzte basischere Feldspath des ersterenleichter zersetzbar ist und mehr Kalkcarbonat liefert.
Übergänge bilden diese Hornblendediorite durch Zunahme des Glimmers inGlimmerdiorite, durch Zunahme des Orthoklases bei den quarzführenden Glie-dern in Hornblendegranite, bei den quarzfreien in Syenite (z. B. Gegend umHeidelberg , North Gippsland in Victoria); auch ist ein Zusammenhang mitNoriten nachgewiesen, durch allmähliches Vorwaltendwerden eines rhombischenPyroxens auf Kosten der Hornblende. Sodann aber entwickelt sich aus dem D.durch Herausbildung einer dichten Grundmasse der Dioritporphyrit (Hornblende-porphyrit), welcher dieselbe Stellung dem D. gegenüber einnimmt, wie derQuarzporphyr oder Felsitporphyr zu dem Granit. In dem südl. Kitakamigebirge(Japan ) ist nach Harada der Quarzd. häufig porphyritisch erstarrt.
Die chemische Zusammensetzung der D.e wechselt in weiten Grenzen, da,