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Zweiter Band.
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Hornblendeandesit und Glimmerandesit.

Aggregat, welches oft ausgeprägte Fluctuation zeigt, steckt aber, selbst wosonst keine deutlichen Anzeichen dafür vorliegen, aller Yermuthung nach etwasfarblose Glasbasis. Dies führt hinüber zu einer etwas reichlicheren wohlerkenn-baren Betheiligung von dann mehr bräunlichem als farblosem, reinem oder mitkrystallitischen auch globulitischen Ausscheidungen erfülltem Glas. Indem sichso die Grundmasse vorwiegend als ein glasgetränkter Mikrolithenfilz entwickelthat, gewinnen mit der analogen Structur diese Andesite auch äusserlich mehreinen den Pyroxenandesiten, als den Trachyten genäherten Charakter: die Farbewird dunkler, ins graulich- oder bräunlichschwarze, die Grundmasse dichter,mehr wachs- oder fettglänzend, die Zahl und Grösse der Ausscheidungen ge-ringer, der Gehalt an Glaskörnchen und Glasgeäder bei den Feldspathen grösser.Eine solche Beschaffenheit geleitet dann weiter zu den echten Glasaequivalentender Hornblende- und Biotitandesite. — Eine besondere Ausbildungsweise liegtvor in dem Ga. vom Susan Creek, River Range, Nevada , welcher das Glas nichtals eigentlich tränkenden Grundteig, sondern als wasserklare, unregelmässigzersprungene und randlich ausgezackte mikroskopische Körner enthält (ähnlich,wie der Trachyt von Berkum, S. 375); etwas Analoges scheint in dem vonHague und Iddings beschriebenen tridymitreichen Vorkommniss vom Lassen’sPeak vorzuliegen, welches ein gleichmässig körniges Gemenge von z. Th. anorthi-tischen Plagioklastafeln, Hornblende und farblosem Glas mit nur untergeord-netem Augit darstellt; diese Ausbildungsweise erinnert an den Nevadit. — Eineselbst nur theilweise mikrofelsitische Ausbildung der Basis ist nicht eben häufig;so wechseln dann wohl mikrofelsitische mit mehr glasigen, allerlei krystalli-tische und trichitische Ausscheidungen enthaltenden Lagen, und der Mikrofelsitzeigt Neigung zu sphaerolithischen Aggregaten; dadurch ist eine Annäherungan Dacite (oder Rhyolithe) gegeben, was sich auch in dem gelegentlichen Auf-treten von Quarz ausspricht. Wichmann erwähnt eine mikrofelsitische Basis ineinigen Ha.en des Yiti-Archipels. — Sphaerolithe, theils als sphaerolithischeGruppirung von Feldspathleistchen, theils als Erscheinungsweise des Mikrofelsitsbesitzen im Allgemeinen nur geringfügig^ Verbreitung; eine Grundmasse, inwelcher (neben Glas oder Mikrofelsit) sehr gut ausgebildete sphaerolithische undaxiolithische Fasermassen eine hervorragende Rolle spielen, fand Hussak z. B.bei den A.en vom Kojatin und von Zapolenka bei Schemnitz . — Doch ist auchneben allen diesen, äusserst spärlich oder reichlicher basisführenden Andesiteneine Grundmasse nicht ausgeschlossen, welche in der That durch und durchkrystallinisch zu sein scheint, wozu namentlich diejenigen gehören, worin derFeldspath weniger als Mikrolithen oder schmale Leistchen auftritt, sondernvielmehr kurzrechteckige oder quadratische, bald besser, bald schlechter auto-morphe Durchschnitte liefert, z. B. bei dem Cordierit und Granat führenden Vor-kommniss vom Csödiberge bei Bogdäny in Ungarn .

Als concretionäre Primär-Ausscheidungen betrachtet K. Vogelsang wohlmit Recht schwarzblaue, mehrere Centimeter grosse Partieen, die in dem H.avom Rengersfeld bei Welcherath in der Eifel hervortreten; dieselben sind von