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Diabas.
Als Leukophyr grenzte Gümbel (Die palaeolithischen Eruptivgesteine desFichtelgebirges 1874) ein obersilurisches Alter besitzendes, »gegenüber demDiabas auffallend hellfarbiges Gestein ab, mit saussuritartigem Plagioklas, blass-grünem Augit (ohne Hornblende und selten mit röthlichbraunem Augit), miteinem chloritischen Gemengtheil in grosser Menge und plattenförmigem Titan-eisenf. Der Feldspath waltet weitaus vor, der helle Augit tritt zurück, ausserder Hornblende spielt auch der Magnetit in charakteristischer Weise gar keineRolle. Gümbel schloss schon aus dem Umstande, dass der in HCl unlöslicheTheil 71^" Si0 2 enthält, auf die Gegenwart freien Quarzes, der in der That inden meisten Vorkommnissen vorhanden ist, allerdings jedenfalls zum guten Theilwohl secundären Ursprungs, was mit der grossen Menge von Carbonaten in Ver-bindung steht. Er rechnet hierher Gesteine des Fichtelgebirges, von der Wart-leite bei Köditz , von Unterkotzau im Saalthal, von Trogen, Feilitz, Naila, vomEingang des Steinachthals bei Stadt Steinach, zwischen Schlegel und Heinrichs-dorf, auch aus dem Thüringer Wald unfern Schaderthal und bei Gr. Neundorfunfern Gräfenthal . Es ist nicht zu verkennen, dass hier ein petrographisch sehrwohl charakterisirter Typus seine Abgrenzung und Hervorhebung erfahren hat,und so ist denn auch der Name in Gebrauch gekommen, allgemein für Gesteine,welche unter denselben fallen, ohne Rücksichtnahme darauf, ob sie auch demanfänglich in die Definition mit aufgenommenen Erforderniss des obersilurischenAlters genügen. Der Name selbst ist freilich insofern nicht angemessen gewählt,als das Gestein nichts an sich trägt, was die sonst nur auf Porphyrstructur sichbeziehende Endsilbe rechtfertigte. Lossen glaubt allerdings, dass der geringereGehalt des Leukophyrs an Augit keine primäre, sondern eine auf Verwitterungberuhende secundäre Erscheinung sei; aber selbst unter Zurechnung der Pseudo-morphosen nach Augit ist der letztere immerhin relativ spärlich; ausserdemerscheint die helle Farbe charakteristisch. — Zu den Leukophyren rechnet Rosen-busch die Diabaslager im Steiger Schiefer am Südabhang des Hochfeldes in dasWeiler-Thal im Unter-Elsass, auch gewisse Vorkommnisse unter den Dyas-Diabasen des Saar-Nahe-Gebiets; Lossen einen D. von Lehmwege bei Wende-furt am Harz . Ein sehr typischer Leukophyr ist zufolge Teall (Brit. Petrogr.225) das Gestein vom Swirral Edge nahe dem Gipfel des Helvellyn im englischenLake-District.
Salitdiabas, zuerst in seiner Charakterisirung durch Törnebohm erkannt,führt den S. 633 erwähnten, im Schnitt farblosen, stets mehr oder weniger auto-morphen, diopsidähnlichen monoklinen Pyroxen in grösserer, allerdings gegenden gewöhnlichen braunen zurückstehender Menge; hierher gehören die vonTörnebohm beschriebenen Gesteine aus Schweden, Salitdiabase aus Smäland ,auch aus Södermanland und Ostgothland, die Gesteine des Hunnebergs und Halle-bergs am Wenern-See (Hunne-Diabas); ferner könnte man hierher rechnen ge-wisse Partieen aus dem mächtigen Intrusivlager des sog. Whin Sill in Durham und Northumberland; D.e im Connecticut -Sandstein. Diese Salitd.e führen viel-fach primären Quarz und scheinen das fast in der Regel beobachtete Auftreten