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Diabas.
nischem Alter.-—tDiese Erkennung und Abgrenzung der durch Hornblendecharakterisirten Diabasvarietäten war ein wichtiger und richtiger Schritt. Undobschon nun dem ursprünglichen Begriff des Proterobases die auch in der Be-zeichnung hervortretende specielle Bezugnahme auf ein gewisses und zwar hohesgeologisches Alter anhaftete, so ist es doch im Laufe der Zeit allerseits üblichgeworden, die hornblendehaltenden Diabase ganz allgemein als Proterobaseaufzuftthren, ohne Rücksicht darauf, ob sie auch an vor- bis mittelsilurischeNiveaus gebunden sind. Man darf aber dabei nicht vergessen, dass, wenn dasletztere geschieht, der Anfang des Namens gänzlich sinnlos und widerspruchsvollist, wo es sich z. B. um carbonische »Proterobase« handelt. Dazu kommt noch,dass, wie Lossen (Z. geol. Ges. 1883. 216) hervorhebt, »selbst das typischeGestein des Fichtelberg-Ochsenkopf-Ganges im Granit nach Gümbel (Fichtel-gebirge S. 637) jünger als dieser carbonische (postculmische) Granit, mithin kein»vor- bis mittelsilurischer« Vorläufer des D. ist, also eigentlich kein Anrecht aufden Namen Proterobas hat, so wenig wie die »Proterobase«, die Rosenbusch ausder postgranitischen Gangformation im Harz beschreibt«; alle diese Vorkomm-nisse müssten eigentlich gerade Hysterobas heissen (Lossen). Immerhin hat sichder rasch allerseits aufgegriffene Name Proterobas als allgemeines Synonym fürhomblendehaltige D.e dermassen eingebürgert, dass er auch hier, trotz seinerBedeutungslosigkeit in solchem Sinne, beibehalten werden mag. Zu der obigenCharakteristik ist noch hinzuzufügen, dass derartige Gesteine bisweilen einenQuarzgehalt besitzen, dass vorwiegend in ihnen der wohl meist aus Chlorithervorgegangene Magnesiaglimmer auftritt, und dass der Titanit, wenn auchspärlich, so doch im Vergleich zu den übrigen D.en relativ reichlich ist.
Bei näherer Untersuchung ergibt sich nun aber, dass dieser Proterobas inseiner dermaligen Bedeutung eines hornblendehaltigen Diabases ganz verschieden-artige Glieder insofern in sich umfasst, als die den Augit begleitende Hornblendeim Allgemeinen theils primären, theils secundären Ursprungs ist. Freilich tretenbei dem Versuch, diesen Ursprung im einzelnen Falle festzustellen, wieder allejene Schwierigkeiten hervor, von denen oft genug die Rede gewesen ist. DasVorkommen grüner faseriger oder schilfiger Hornblende spricht natürlich für diesecundäre, ebenso wie dasjenige rothbrauner compacter automorpher Hornblendefür die primäre Natur. Welcher Charakter aber der grünen compacten Horn-blende beizulegen ist, ob die Umrandungen des Augits mit compacter braunerHornblende oder die hier vorkommenden innerlichen Verflechtungen auf ur-sprünglichen Um- und Verwachsungen oder auf Umwandlungen beruhen, dieskann oftmals Gegenstand ganz abweichender Auffassungen sein. Jedenfalls istes nicht zu bezweifeln, dass unter den zur Zeit als Proterobas in der Literaturaufgeführten zahlreichenVorkommnissen wohl ein sehr grosser Betrag auf Gesteineentfällt, in denen der Amphibol sammt und sonders secundär ist; daneben gibtes aber auch eine Anzahl von Gesteinen, in denen diese aus Augit entstandeneHornblende von wirklich primärer Hornblende begleitet wird, während solche,in denen neben der primären gar keine secundäre ersichtlich ist, immerhin